Tödliches „Höllentor“ im Römertempel


Tor zur Unterwelt: Dieser Eingang führt in das „Plutonium“ des Apollo-Tempels von Hierapolis. © Mach/ CC-by-sa 3.0
Rätselhafter Tod: Opfertiere, die im römischen Heiligtum von Hierapolis das „Tor zur Hölle“ durchschritten, starben wie von Geisterhand – nicht aber die sie begleitenden Priester. Was hinter diesem mysteriösen Phänomen steckt, haben nun Forscher herausgefunden: In der Grotte des Tempels tritt bis heute vulkanisches Kohlendioxid aus dem Boden. Nachts und am frühen Morgen erreicht dieses Gas tödliche Konzentrationen – aber nur bis etwa in Kniehöhe.

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Das „Tor zur Hölle“ im Heiligtum von Hierapolis in der heutigen Türkei war in der Antike berühmt. Denn jedes Opfertier, das durch diesen von Steinen ummauerten Eingang geführt wurde, starb durch dem „Atem der Unterwelt“ – es sackte bereits im Vorhof zum „Plutonium“, einer unterirdischen Grotte, in sich zusammen. Seltsamerweise jedoch schienen die Priester – allesamt Eunuchen – immun gegen den Todeshauch aus der Unterwelt. Für die Menschen der Antike grenzte dies an ein Wunder.

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