Amnesty warnt vor der „Dämonisierung“ von Minderheiten


Brennende Hütten in einem Dorf der Rohingya im September 2017 (Foto: AFP)
Weltweit leiden Millionen Menschen unter den Folgen einer zunehmenden Ausgrenzung, warnt Amnesty International im aktuellen Jahresbericht. Auch im Westen setzen Politiker zunehmend auf dieses Mittel.

Von Markus C. Schulte von Drach | Süddeutsche Zeitung

Ein Jubiläum ist eigentlich ein Grund zum Feiern. Und jenes, das im Dezember 2018 bevorsteht, ist es ganz besonders: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, unabhängig von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion oder Herkunft. Vor 70 Jahren haben die Vereinten Nationen die Menschenrechtscharta, in der dieser Satz steht, verabschiedet.

Doch das Jubiläum in diesem Jahr „macht es uns schmerzlich bewusst, dass unsere Menschenrechte alles andere als selbstverständlich sind“, beginnt Salil Shetty, Generalsekretär von Amnesty International (AI), den Jahresbericht 2017/18 der Organisation. Denn auch das vergangene Jahr war aus Sicht der Aktivisten geprägt von unzähligen Angriffen auf die Menschenrechte.

Dazu kommt, dass in etlichen Ländern – auch im Westen – systematisch ganze Gruppen von Menschen ausgegrenzt und diskriminiert wurden.

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