Buddhismus: Verkitscht, Sinnentleert, Kommerzialisiert, Esoterisch


Philosoph Thomas Metzinger: „Da werden Symbole verflacht, verkitscht, verramscht“ (Deutschlandradio / Christian Röther)
Säkulare Buddhisten lehnen fernöstliche Glaubensvorstellungen ab, aber sie nutzen Glaubenspraktiken wie Meditation und Achtsamkeitsübungen. Im Westen findet diese Bewegung zunehmend Anhänger, auch unter Atheisten und Christen.

Von Ursula Reinsch | Deutschlandfunk

An den unterschiedlichsten Orten lächeln sie uns an. Buddhas mit Lotusblüten in Baumärkten und Blumenläden. Batteriegesteuerte, winkende Plastik-Buddhas von gold bis grasgrün. In Schaufenstern und Schönheitsfarmen. Rührselige Mantra-Gesänge und Räucherstäbchen zur Verkaufsförderung in Shoppingmeilen. Wellness- und Wohlfühlprodukte. Buddhismus als Modeerscheinung, als Popkultur. Verklärter und verkitschter Buddhismus. Sinnentleert, kommerzialisiert. Und einfach ein riesiger Markt: Etwa 25 Milliarden Euro setzt der Esoterik-Markt in Deutschland um pro Jahr. Gut einzig und allein für eine eigennützige Beliebigkeit und Bequemlichkeit.

Der Philosoph und Bewusstseinsforscher Thomas Metzinger von der Universität Mainz: „Es gibt auf einmal Buddha-Lounges und die entsprechende Musik dazu. Es gibt völlig alberne, esoterische Formen von Buddhismus, die eigentlich nur der Sterblichkeitsverleugnung dienen, die einfach neue Produkte in diesem Esoterik-Supermarkt sind.“

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