Der Stockholmer Terrorattentäter zeigt keine Reue


Eine Zeichnung des Terrorverdächtigen während des Prozesses. (Bild: Johan Hallnaes / EPA)
Der Urheber der Stockholmer Terrorattacke vom April 2017 sieht sich mit seiner Tat im Recht. Fünf Menschen starben. Doch weil er den als Selbstmordangriff geplanten Akt überlebte, bezeichnet er ihn als gescheitert.

Von Rudolf Hermann | Neue Zürcher Zeitung

Seit gut einer Woche läuft in Stockholm der Gerichtsprozess gegen den terrorverdächtigen Usbeken Rachmat Akilow, der im April 2017 mit einem gestohlenen Lastwagen in der Stockholmer Innenstadt fünf Menschen getötet und zehn verletzt hatte. Am Dienstag und Mittwoch hat Akilow erstmals direkt ausgesagt und Fragen zuerst des Staatsanwalts Hans Ihrman sowie danach der Rechtsvertreter der Geschädigten beantwortet.

Gegen Schweden und Touristen

Seine Aktion betrachte er als missglückt, sagte Akilow, denn sein Ziel sei es gewesen, als Märtyrer zu sterben. Er hatte im Lastwagen einen Sprengsatz mitgeführt, den er auf einem grossen Innenstadtplatz hatte zünden wollen. Doch weil er die Herrschaft über das Fahrzeug verlor und in das Schaufenster eines Warenhauses krachte, musste er seinen Plan ändern und entschloss sich zur Flucht.

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