Ein Zettel entlarvt Trump – auf der Manschette steht sein IQ


Entlarvender Notizzettel: Donald Trump muss sich bei einer „Listening Session“ daran erinnern, zuzuhören. (Foto: dpa)
  • Bei einem Termin im Weißen Haus mit Überlebenden von Schulmassakern hat Trump den anwesenden Fotografen einen Blick auf seinen Notizzettel erlaubt.
  • Der Präsident hatte sich unter anderem Fragen notiert, die er seinen Besuchern stellen wollte.
  • Ein Punkt macht schmerzhaft deutlich, dass Trump nicht nur politisch Defizite hat.

Von Johanna Bruckner | Süddeutsche Zeitung

Staatsoberhäupter sind auch nur Menschen und als solche anfällig für Lampenfieber und Blackouts. Dass sie sich vor wichtigen öffentlichen Auftritten coachen lassen, ist mitnichten eine Entwicklung der jüngeren Zeit.

Der Vater der amtierenden britischen Monarchin Elizabeth beispielsweise, König Georg VI., litt seit seiner Kindheit unter Stottern und begab sich nach einer besonders desaströsen Rede 1925 im Wembley Stadion vor 100 000 Menschen in Behandlung eines für damalige Verhältnisse unkonventionellen Sprachtherapeuten. Heutzutage sind Medientrainings für eine Kanzlerin, einen Premier oder Präsidenten eine Selbstverständlichkeit. Und sie alle sprechen vorher mit ihren Mitarbeitern ab, was sie sagen – oder tunlichst vermeiden zu sagen.

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