Frankreich plant deutliche Verschärfung der Asylregeln


Anwälte protestieren in Paris gegen die geplante Verschärfung der Asylregeln in Frankreich © Julien Mattia/ Picture Alliance
2017 haben mehr als 100.000 Flüchtlinge einen Asylantrag in Frankreich gestellt. Angesichts der steigenden Zahlen will die Regierung ihre Flüchtlingspolitik nun deutlich verschärfen. Kritiker fürchten eine „Auslese“ der Asylsuchenden.

stern.de

Asylverfahren in sechs statt elf Monaten, Abschiebehaft für bis zu 90 Tage: Dies sieht ein neues Asyl-Gesetz in Frankreich vor, das die Regierung am Mittwoch vorgelegt hat. Angesichts der Höchstzahl von Asylanträgen im vergangenen Jahr soll die Flüchtlingspolitik verschärft werden. Hilfsorganisationen protestieren scharf gegen die Pläne von Innenminister Gérard Collomb. Auch in der Regierungspartei von Präsident Emmanuel Macron ist das Vorhaben umstritten.

Im vergangenen Jahr hatte Frankreich erstmals mehr als 100.000 Asylanträge registriert, 17 Prozent mehr als 2016. Im EU-Schnitt halbierte sich die Zahl der Bewerber dagegen.

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