Die Berlinale entdeckt das Kloster


Gleich mehrere Filme auf der Berlinale machen in diesem Jahr das Kloster zum Thema (dpa-Zentralbild/ Ralf Hirschberger)
Rund 400 Filme locken die Berlinale-Besucher ins Kino. Auch in diesem Jahr spielt Religion eine Rolle bei den Filmfestspielen. Erstaunlich viele Filmemacher haben einen ganz speziellen Ort aufgesucht und machen ihn zum Thema: das Kloster.

Von Kirsten Dietrich | Deutschlandfunk

„Willkommen an dem Ort, an dem mein Bruder begraben ist. Willkommen, sagt die Magnolie. Ich fühle mich aber im Moment eher so“ – Donnergrollen.

So drastisch beschreibt die Filmemacherin Zita Erffa den Ort, an den sie vor acht Jahren ihren Bruder verloren hat: ein Seminar für künftige Priester der Legionäre Christi.

„Das ist der Bruder, dessen Brudersein die Schwester beunruhigt. Und das ist der Bruder, der Bruder ist, als er bemerkt, dass wir ihn filmen.“

Der Bruder bei den Legionären Christi

„The best thing you can do with your life“ heißt der Film, den Zita Erffa über ihre Suche nach dem verlorenen Bruder gedreht hat. Einem Bruder, der acht Jahre zuvor urplötzlich Mitglied der Legionäre Christi geworden war – eine Ordensgemeinschaft, in der Gehorsam extrem wichtig ist, die theologisch äußerst rückwärtsgewandt ist – und bei dem Laszlo eigentlich nie Mitglied werden wollte, obwohl beide Geschwister als Kinder den Sommer regelmäßig in Ferienlagern der Legionäre Christi verbrachten.

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