Bundeswehr: Muslimische Soldatin wünscht sich mehr Rücksicht auf den Glauben


Bundeswehr-Soldatin Nariman Reinke wünscht sich bei der Bundeswehr mehr Möglichkeiten ihren Glauben auszuleben. dpa/Holger Hollemann
Schätzungsweise 1.500 muslimische Soldaten leisten Dienst in der Bundeswehr. Oft haben sie Schwierigkeiten, Job und Glauben zu kombinieren – etwa bei den Gebetszeiten. Die Suche nach Lösungen läuft.

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Nariman Reinke ist Soldatin. Und Nariman Reinke ist Muslimin. Seit 13 Jahren arbeitet sie bei der Bundeswehr, war zweimal in Afghanistan. Ihre Eltern stammen aus Marokko, sie selbst wurde in Deutschland geboren. Reinke ist praktizierende Muslimin. Nicht immer passt ihr Berufsalltag mit ihrer Glaubenspraxis zusammen.

Die Soldatin steht etwa vor dem Problem, wie sie in der Truppe die islamischen Speisevorschriften einhalten kann. Denn Muslime dürfen kein Schweinefleisch essen. Auch der Verzehr von Blut ist ihnen verboten. Das „halal“ genannte, erlaubte Essen böten die Truppenküchen nicht an – ähnlich wie das im Judentum geforderte koschere Essen. „Man muss einfach kompromissbereit sein“, so Reinke.

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