„Die Betreiber der Essener Tafel sind nicht gleich ausländerfeindlich“


Kunden der Essener Tafel stehen vor der Ausgabestelle Quelle: dpa/Roland Weihrauch
Die Presse sieht in der Entscheidung der Essener Tafel Verteilungskonflikte durch die Zuwanderung, „die in den Brennpunktvierteln der Städte längst Realität sind“. Aber auch in den deutschen Medien gibt es scharfe Kritik an den Tafel-Betreibern.

DIE WELT

Die Tafel in Essen nimmt keine ausländischen Neukunden mehr auf. Weil deren Anteil zuletzt 75 Prozent betragen habe, fürchtet der Chef der Tafel, dass deutsche Senioren abgeschreckt werden. Bundessozialministerin Katarina Barley (SPD) kritisierte die Entscheidung. Es müsse klar sein, dass Bedürftigkeit das Maß sei „und nicht der Pass“, sagte sie.

Die Kommentare in der deutschen Presse zeigen sich gespalten. Der „Münchner Merkur“ sieht Verteilungskonflikte durch die Zuwanderung, „die in den Brennpunktvierteln der Städte aber längst Realität sind“. Die „Rheinische Post“ nennt die Entscheidung die „die kälteste Nachricht des Winters“. Schuld trifft nach Meinung anderer Kommentatoren auch die Politik.

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