Bisher geheimes Memorandum zur Russland-Affäre veröffentlicht


Mit der Veröffentlichung des Memorandums zur Russland-Affäre reagieren die amerikanischen Demokraten auf Vorwürfe des Präsidenten und seiner Partei. (Bild: NZZ)
Präsident Trump behauptet, er sei Opfer einer Hexenjagd der amerikanischen Justiz. Ein nun veröffentlichtes, auf geheimen Akten beruhendes Dokument von demokratischen Abgeordneten legt eine völlig andere Sicht der Dinge dar.

Von Andreas Rüesch | Neue Zürcher Zeitung

Der Geheimdienstausschuss des amerikanischen Repräsentantenhauses hat am Wochenende ein bisher unter Verschluss gehaltenes Memorandum demokratischer Abgeordneter zur Russland-Affäre veröffentlicht. Das Weisse Haus hatte die Publikation unter Berufung auf Geheimhaltungsgründe zwei Wochen lang verzögert. Es stimmte der Freigabe schliesslich nur nach der Schwärzung zahlreicher heikler Passagen zu. Trotz diesen redaktionellen Eingriffen gibt das Dokument wichtige Aufschlüsse.

FBI in Schutz genommen

Das Memorandum widerspricht der Behauptung Präsident Trumps und führender Republikaner, dass die Bundespolizei FBI die Untersuchung zu verdächtigen Kontakten zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland aus parteipolitischen Motiven eingeleitet habe. Dabei entkräftet es namentlich den Verdacht, das FBI habe sich von einem dubiosen, von demokratischer Seite finanzierten Dossier – dem sogenannten Steele-Dossier – leiten lassen, laut dem Trump von Russland erpressbar ist.

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