So konstruieren Sekten Fake News auf der Glaubensebene


Uriella und ihr Ehemann Icordo im Zwiegespräch mit Jesus. Bild: keystone
US-Präsident Donald Trump sieht sich umzingelt von Journalisten und Politikern, die ihn kritisieren. Seine Twitter-Tiraden gegen seriöse Medien sind legendär.

Von Hugo Stamm | watson.ch/Blogs

Alle Informationen über ihn, die seinen vermeintlichen Heldenstatus schmälern, qualifiziert er pauschal als Fake News ab. Sachliche Argumentation scheint für ihn reine Zeitverschwendung.

Dieses narzisstische Verhalten erinnert stark an das Weltbild von Sekten. Bei ihnen muss man aber nicht von Fake News sprechen, sondern von Fake Faith. Von erfundenem Glauben. Und wie Trump halten sie an ihren erfundenen Heilslehren fest, ohne sich zu fragen, ob diese auch nur ansatzweise plausibel sind.

Natürlich müssen sektenhafte Gruppen keine wissenschaftlichen Hinweise erbringen, um ihre Heilslehre zu legitimieren, schliesslich geht es um Glauben. Und glauben bedeutet, eine religiöse Idee für wahr zu halten. Trotzdem sollte man von Glaubensgemeinschaften erwarten dürfen, dass sie eine Heilslehre verkünden, die wenigstens der Spur nach nachvollziehbar und wenigstens entfernt mit unseren Erfahrungen kompatibel ist.

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