Ist der Mond wasserreicher als gedacht?


Offenbar gibt es auf der gesamten Mondoberfläche gebundenes Wasser © NASA/GSFC
Wasser fast überall? Auf dem Mond könnte es mehr Wasser geben als bisher gedacht – und das nicht nur an den Polen. Spektrometerdaten einer Mondsonde legen nahe, dass fast überall auf der Mondoberfläche Wasser als Hydroxyl (OH) an das Gestein gebunden ist. Entgegen vorherigen Annahmen könnte dieses Wasser sowohl tagsüber als auch nachts vorhanden sein, wie Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“ berichten.

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Lange galt der Erdtrabant als extrem trocken, doch inzwischen mehren sich die Hinweise auf das Gegenteil. So könnte es in der Polarregionen sogar meterdicke Eisschichten in schattigen Kratern und vielleicht sogar eishaltige Lavahöhlen geben. Außerdem deuten Messungen der Mondsonde Chandrayaan-1 darauf hin, dass der Sonnenwind zumindest tagsüber chemische Reaktionen auslöst, die im Regolith einen dünnen Film aus Hydroxyl (OH) und Wasser entstehen lässt.

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