Wo der Staat versagt


Der Chef der Essener Tafel droht mit seinem Rücktritt. Foto: afp
Die Politik muss die Tafeln überflüssig machen, dann muss auch nicht mehr darüber gestritten werden, wer Hilfsbedürftig ist. Ein Kommentar.

Von Nadja Erb | Frankfurter Rundschau

Der Druck auf Jörg Sator, den Chef der Essener Tafel, war groß in den vergangenen Tagen, jetzt droht er mit Rücktritt. Ein Haufen Politiker hacke auf ihn und seine Leute ein, ohne die Lage vor Ort zu kennen, schimpft der Mann, der mit seinem Aufnahmestopp für Ausländer bundesweit für Empörung sorgte.

Nun wurde Sators Entscheidung auch unter denen mit Unverständnis aufgenommen, die wie er und seine Kollegen ihre Freizeit für die Ärmsten der Armen opfern – die vielen Mitarbeiter der anderen Tafelvereine im Bundesgebiet. Sie haben zu Recht darauf hingewiesen, dass es auf die Bedürftigkeit ihrer Kunden ankommt und nicht auf deren Herkunft.

weiterlesen