Ordensfrauen kritisieren Ausbeutung durch Priester – unentgeltliche Priester-Putze


Bild: ©KNA
In Rom lassen sich viele Geistliche den Haushalt von Ordensfrauen führen. Deren Bezahlung ist oft schlecht, und essen müssen sie in der Küche allein. Die Vatikanzeitung bricht ein Tabu und berichtet darüber.

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Katholische Ordensfrauen haben in der vatikanischen Tageszeitung „Osservatore Romano“ scharfe Kritik an ihrer Ausbeutung durch Priester und Bischöfe geübt. Geistliche würden sie wie niedere Bedienstete behandeln, heißt es in einem Beitrag der aktuellen Frauenbeilage „Frauen, Kirche, Welt“. Eine Schwester wird mit den Worten zitiert: „Hinter alldem steht leider immer noch die Auffassung, dass eine Frau weniger als ein Mann zählt, und vor allem, dass der Priester für die Kirche alles ist und eine Nonne nichts.“

Eine andere Ordensfrau beklagt: „Ein Priester denkt, er könne sich erst von seiner Ordensfrau die Mahlzeit servieren lassen und sie danach allein in der Küche essen lassen.“ Als weiteres Beispiel werden Ordensfrauen genannt, die nach 30-jähriger Tätigkeit für eine kirchliche Institution erkrankt seien, ohne dass einer der Priester, die die Schwestern jahrelang bedienten, am Krankenbett erschienen sei.

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