Spirituelle Gruppe will KZ-Gedenkstätte mit Ritual „heilen“


„Unangemessene Instrumentalisierung des Ortes und der Opfer“: ehemaliges NS-Konzentrationslager Buchenwald Quelle: picture alliance / Jan Woitas/dp
Die Bhakti-Marga-Gruppe möchte Orte des Schreckens per „Om Chanting“ von negativer Energie befreien – bald auch die KZ-Gedenkstätte Buchenwald. Das löst Kritik aus. Die Jüdische Landesgemeinde aber sieht kein Problem darin.

Von Martin Niewendick | DIE WELT

„Die Tragödien der Vergangenheit zu überwinden und gemeinsam für eine bessere Zukunft zu wirken“: Das gibt die spirituelle Gruppe Bhakti Marga (Deutsch: Weg der Hingabe) als Motivation dafür an, warum sie ein sogenanntes Om Chanting in der Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen NS-Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar (Thüringen) durchführen will.

„Was an diesen Orten geschah, geschieht immer noch in den ätherischen und astralen Bereichen. Nur der Schöpfungsklang Om hat die Kraft, diese Orte zu heilen“, sagt der Gründer der dem Hinduismus nahestehenden Bewegung, Paramahamsa Vishwananda. Das Meditationsritual soll am 17. März stattfinden.

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