#120db: Identitäre Frauen hetzen mit rechter #MeToo-Kampagne


Die Rechten haben die Frauen für sich entdeckt. Foto: Michael Debets (imago stock&people)
Abends joggen zu gehen sei für Europäerinnen ein gefährlicher Sport, behauptet eine Gruppe junger Frauen. Mit ihrer Kampagne “#120db“ wollen sie Frauenrechte schützen, hetzen aber vor allem gegen Zuwanderer.

Frankfurter Rundschau

Ernst blicken die jungen Frauen in ihre Webcams. „Ich wurde in Kandel erstochen, ich wurde in Malmö vergewaltigt, ich wurde in Rotherham missbraucht“, sagen sie in dem Video. Melancholische Musik unterlegt ihre Worte. Auf dem Bett oder am Schreibtisch sitzend sagen sie: „Mein Name ist Mia, mein Name ist Maria, mein Name ist Ebba.“ Die Mädchen beziehen sich auf Opfer von Gewaltverbrechen, die eines gemeinsam haben: Die Täter haben offenbar einen Migrationshintergrund.

In dem Video, das allein auf Youtube mehr als 90 000 Aufrufe hat, klagen die Frauen die deutsche Regierung an. „Die Täter lauern überall“, behaupten sie. „Wir sind nicht sicher, weil ihr euch weigert, unsere Grenzen zu sichern.“ Die Mädchen fürchten, bald einer „Mehrheit von jungen Männern aus archaischen, frauenfeindlichen Gesellschaften“ gegenüber zu stehen.

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