Mit versteckter Kamera unter Muslimbrüdern


(Bild Imago)
Ein israelischer Journalist hat sich mit falscher Identität unter Muslimbrüder gemischt. Er will in seiner Reportagereihe zeigen, wie der Westen islamisiert wird.

Joseph Croitoru | Neue Zürcher Zeitung

Der israelische Privatsender Kanal 10 strahlt seit einigen Wochen eine Reportageserie aus, die den angeblich wachsenden Einfluss der Muslimbrüder im Westen aufzeigen soll. Zu diesem Zweck gibt sich der fliessend Arabisch sprechende israelische Reporter Zvi Yehezkeli bei seinen Recherchen in Frankreich, in der Türkei und in Deutschland als frommer Muslim aus. Er sucht islamische Organisationen auf, wo er sich, von seinem «Neffen» begleitet, als palästinensischer Geschäftsmann vorstellt und vorgibt, Geld spenden zu wollen. So öffnen sich den beiden, die mit versteckter Mikrokamera filmen, relativ einfach die Türen zu Vereinen und Einrichtungen, die den Muslimbrüdern nahestehen sollen.

Geheimdienstbericht als Anlass

In den ersten beiden Folgen ging es hauptsächlich um Frankreich. Das ist dem Umstand geschuldet, dass die Anregung für die Reportagereihe, wie Yehezkeli selbst sagt, ein interner Bericht des französischen Geheimdienstes über die Organisationsstrukturen der Muslimbrüder in Frankreich gewesen ist. An dessen Erstellung seien auch Israeli aus Sicherheitskreisen beteiligt gewesen, und solche assistieren denn auch Yehezkeli und seinem Begleiter bei den Dreharbeiten.

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