Nächstgelegener erdähnlicher Exoplanet wird von Flares „gegrillt“


illustr.: meredith macgregor Durch den stellaren Ausbruch (hier eine Illustration) dürfte Proxima Centauri b rund 4.000 Mal mehr Strahlung abbekommen haben als die Erde bei einer durchschnittlichen Sonneneruption.
US-Astronomen beobachten gewaltigen Ausbruch auf Proxima Centauri, der den nahen Felsplaneten mit hochenergetischer Strahlung bombardiert

derStandard.at

Im August 2016 verkündeten Astronomen von der Queen Mary University in London eine Entdeckung, die die Phantasie von Laien und Experten gleichermaßen beflügelte: Der unserer Sonne nächstgelegene Stern Proxima Centauri wird von einem Exoplaneten umkreist, der der Erde in einigen Punkten gleicht und damit ein möglicher Kandidat für außerirdisches Leben sein könnte. Spannend an dem Fund ist nicht allein die potenzielle Erdähnlichkeit dieser Welt und ihr Orbit in der habitablen Zone seines Muttergestirns – vergleichbare Entdeckungen wurden bereits davor gemacht –, sondern vor allem die geringe Distanz von nur 4,25 Lichtjahren.

Sie gewährleistet nämlich, dass vermutlich schon mit der nächsten Generation von terrestrischen und im Weltraum stationierten Teleskopen Hinweise auf das Vorhandensein einer Biosphäre auf Proxima Centauri b erspäht werden können. Die Aussichten, dass künftige Astrobiologen dort tatsächlich fündig werden, sind nach bisherigen Untersuchungen des Systems allerdings eher gering: Vor allem die starke ultraviolette Strahlung des Zwergsterns Proxima Centauri könnte den Exoplaneten mit mindestens 1,3-facher Masse der Erde dauerhaft sterilisieren, wie Simulationen nahelegen.

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