Gutenberg.org: Aussperrung Deutschlands keine Rache sondern Vorsichtsmaßnahme


(Bild: janeb13)
Ein deutsches Gericht hat entschieden, dass das Project Gutenberg mit 18 Werken gegen deutsches Urheberrecht verstößt. Statt die zu blockieren, sperrte das Portal alle deutschen Nutzer aus – als Vorsichtsmaßnahme.

Martin Holland | heise online

Das US-Portal Gutenberg.org hat alle Nutzer mit einer deutschen (IPv4-)Adresse ausgesperrt, weil die Verantwortlichen ähnliche Klagen wie die erfolgreiche befürchten. Im Februar hatte das Landgericht Frankfurt am Main (AZ: 2-03 O 494/14) geurteilt, dass die Plattform die Rechte des S. Fischer Verlags verletzt, indem sie insgesamt 18 Werke von Heinrich Mann, Thomas Mann und Alfred Döblin als E-Book verfügbar gemacht hatte. Die für das Portal zuständige Project Gutenberg Literary Archive Foundation hat nun erklärt, dass man mit dem Urteil zwar nicht übereinstimme, aber davon ausgehe, dass ähnliche Klagen wegen anderer Titel folgen könnten. Davor war unklar, warum alle deutschen Nutzer per Geoblocking von der gesamten Seite ausgesperrt wurden und nicht nur von den beanstandeten Titeln.

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