Lehrer, die die Evolution leugnen


Symbolbild. Bild: hippo by swatts
Berlin. Montagmorgen, zehn Uhr. Auf dem Stundenplan steht Biologie. Das Thema: Evolutionstheorie. So ist es Normalität an Tausenden deutschen Schulen. Doch manchmal passieren Dinge, die es laut Lehrplan gar nicht geben dürfte.

Lion Grote | Hamburger Abendblatt

Der Lehrer erklärt, dass die Evolution, nach der sich auch der Mensch aus einem Urvorfahren heraus entwickelte, nur eine Idee ist. Es gebe da auch noch die Schöpfungsgeschichte, der zufolge Gott Himmel, Erde und alles Leben schuf – so steht es in der Bibel. Nach deutschem Gesetz haben Glaubensfragen in wissenschaftlichen Fächern wie Biologie aber nichts zu suchen. Und doch passiert es tagtäglich an deutschen Schulen. Experten warnen deshalb, dass auf diese Weise eine Generation von Wissenschaftsskeptikern herangezogen wird.

Im Fokus stehen vor allem Schulen von evangelikalen Freikirchen. Die Träger sind privat, die Schulen aber staatlich zugelassen. Diese Einrichtungen sind Keimzellen des Kreationismus in Deutschland, ist sich Dittmar Graf sicher. Graf ist Professor für Biologie und Didaktik an der Universität Gießen.

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