Wo Atheisten gefährlich leben


Im Iran kann Apostasie – der Abfall vom Glauben, also auch Atheismus – mit dem Tod bestraft werden. In elf weiteren Ländern ist das ebenfalls der Fall. Im Bild ist der iranische Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei zu sehen. Bild: epa/Leader Official Website Handout
Nicht nur Angehörige religiöser Minderheiten, sondern auch Atheisten werden in einigen Ländern unterdrückt. Eine Organisation hilft ihnen.

Von Rolf Maag | 20minuten.ch

Die Irakerin Lubna Yaseen kann einfach nicht ihren Mund halten, wie sie selbst sagt. Als Studentin bekannte sie sich in Diskussionen und auf Facebook unverblümt zu ihrem Atheismus. Bald stiessen Mitstudenten und islamistische Gruppen Todesdrohungen gegen sie aus. 2016 floh sie nach Kalifornien.

Ähnlich erging es dem marokkanischen Autor Kacem El Ghazzali. Weil er in seinem Blog die Unterdrückung in der islamischen Welt kritisiert hatte, begann eine regelrechte Hetzjagd auf ihn. 2011 floh er in die Schweiz.

Todesstrafe in zwölf Ländern

In der Verfassung des Irak ist die Religionsfreiheit zwar verankert, aber Atheisten, die von religiösen Fanatikern drangsaliert werden, können kaum mit der Unterstützung der Behörden rechnen. Ähnlich sieht es in Marokko aus.

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