AfD und „Pegida“ bilden nationalistische Einheitsfront


Grafik: TP
Eigentlich war es eines der am wenigsten gehüteten Geheimnisse, nun aber zeigt die „Alternative für Deutschland“ (AfD) endlich auch öffentlich den Mut zur Wahrheit: Sie will sich öffnen für eine nunmehr auch offen zelebrierte Kooperation mit den „Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida).

Michael Klarmann | TELEPOLIS

Der äußerst rechte Parteiflügel zeigt damit, wie er letzte Reste des moderaten, sich weiter bürgerlich geben wollenden Spektrums vor sich hertreiben und dominieren kann. Und obschon in die AfD noch erklärt wurde, dass der „Pegida“-Kopf und vorbestrafte Lutz Bachmann sich aus der ersten Reihe zurückziehen solle, bevor man kooperieren könne, ist es jener Bachmann, der nun freudig in einer Videobotschaft ankündigt, dass „unser Freund Björn“ Höcke bald in Dresden auftreten werde.

Einst sah es anders aus, früher, als noch Bernd Lucke und zuletzt Frauke Petry in der AfD mitbestimmten, bevor man den einen quasi vom Hof jagte und die andere noch halbwegs freiwillig den Rückzug antrat. Selbst nach einem Abgrenzungsbeschluss 2016 turtelten die Partei und die Straßenbewegung immer wieder miteinander, was unter anderem Mitte 2017 zu kruden Szenen führte (AfD und „Pegida“ turteln wieder miteinander). Damals stand man sich besonders in Sachsen schon sehr nahe, verschämt wurden jedoch zeitgleich zwei Aktionen abgehalten – mit Wechselbühne, auf denen mal AfD-Redner und mal „Pegida“-Redner zum nahezu gleichen Publikum sprachen.

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