Farbenhören(Synästhesie): Welche Gene mischen mit?


Bei Menschen mit Synästhesie sind mehrere Sinneseindrücke verknüpft – beispielsweise Zahlen oder Buchstaben mit bestimmten Farben. © lukbar/ thinkstock
Wenn Töne Farben haben: Forscher haben mehrere Genvarianten entdeckt, die möglicherweise eine bestimmte Form der Synästhesie erzeugen. Ein Erbgut-Vergleich bei drei Familien mit der Fähigkeit zum „Geräuschesehen“ zeigt: Viele dieser auffälligen genetischen Variationen beeinflussen die Verknüpfung von Nervenzellen im Gehirn und führen damit zu anders verkabelten Schaltkreisen. Das eine Synästhesie-Gen scheint es dagegen nicht zu geben.

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Für sie ist die Fünf gelb, sie sehen blau bei Klavierklängen oder schmecken Joghurt beim A: Menschen mit Synästhesie erleben die Eindrücke unterschiedlicher Sinne nicht getrennt voneinander. Stattdessen sind bei ihnen manche Sinne auf faszinierende Weise miteinander verknüpft. Wodurch diese Fähigkeit zum „Farbenhören“ oder „Wörterschmecken“ ausgelöst wird, ist bis heute rätselhaft. Es scheint aber, dass der Faktor Vererbung eine Rolle spielt. Denn in vielen Familien tritt Synästhesie gehäuft auf. Das Geheimnis könnte demnach in den Genen liegen.

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