Deutsch-türkisches Verhältnis: Gabriels versöhnlicher Fingerzeig


Sigmar Gabriel 2017. Bild: wikimedia.org/Olaf Konsinsky
  • In Berlin ist Bundesaußenminister Gabriel mit seinem türkischen Amtskollegen Çavuşoğlu zusammengekommen.
  • Beide bemühten sich, weiter Zeichen der Entspannung zu senden.
  • Gabriel signalisierte, dass Deutschland seine Reisehinweise für die Türkei bald abschwächen könnte.

Von Mike Szymanski | Süddeutsche Zeitung

Im vergangenen Sommer war Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) noch der Meinung, man könne nicht „mit gutem Gewissen“ in die Türkei reisen. Niemand sei vor „willkürlichen Verhaftungen“ sicher. Damals saß mit dem Welt-Korrespondent Deniz Yücel ein knappes Dutzend Deutscher aus politischen Gründen dort in Haft. Nur als offizielle Reisewarnung wollte der Minister seine Worte hinterher nicht verstanden wissen, dies hätte gravierende Auswirkungen für die Tourismusbranche gehabt.

Gabriel überraschte damals aber mit seinem forschen Auftreten. Und an diesem Dienstag, unmittelbar vor dem Start der Reisemesse ITB, tut Gabriel in Berlin das wieder. Wenn man so will, dann hat er dieses Mal eine Art persönliche Reiseempfehlung ausgesprochen. „Die Türkei ist – das kann ich Ihnen aus eigener Anschauung sagen – eines der schönsten Länder der Erde“, sagte Gabriel.

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