Bundeswehrverband warnt vor Tod und Verwundung im Irak


Die Bundeswehr ist seit 16 Jahren in Afghanistan und ein Ende des Einsatzes ist nicht in Sicht. Stattdessen wird die Truppe jetzt wieder deutlich aufgestockt. Es ist nicht der einzige wichtige Einsatz, den die Bundesregierung ausweiten will. Quelle: WELT
Die Regierung weitet die drei größten Auslandseinsätze der Bundeswehr aus. Die Soldatenvertretung fordert eine Strategie, bessere Ausrüstung – und warnt vor den bitteren Folgen eines „naiven politischen Vorgehens“.

Von Thorsten Jungholt | DIE WELT

Politiker sollten in der Lage sein, ihre Politik zu erklären. Das gilt immer. Es gilt um so mehr, wenn mit Leib und Leben von Menschen hantiert wird. Letzteres hat die Bundesregierung an diesem Mittwoch getan.

Auf Vorschlag von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat das Kabinett nun die Verlängerung von sechs Bundeswehreinsätzen beschlossen. Darunter sind die drei größten Auslandsmissionen, die allesamt personell oder geografisch ausgeweitet werden: Mali, Afghanistan und Irak.

In Westafrika soll die Beteiligung an der UN-Stabilisierungsmission Minusma von 1000 auf 1100 Soldaten aufgestockt werden. Parallel läuft die europäische Ausbildungsmission EUTM mit bis zu 400 deutschen Soldaten weiter. In Afghanistan soll das Bundeswehrkontingent zur Ausbildung afghanischer Streitkräfte von derzeit höchstens 980 Soldaten auf bis zu 1300 anwachsen.

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