Immer weniger christliche Konvertiten werden anerkannt


Taufe eines muslimischen Mädchens in der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeitskirche in Berlin-Steglitz. (picture alliance / dpa / Lukas Schulze)
Der Asylantrag von Flüchtlingen, die vom Islam zum Christentum konvertiert sind und deshalb fliehen musssten, wird immer seltener anerkannt. Die Quote sei deutlich gesunken, sagen Pastoren. Offenbar wird im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Glaubwürdigkeit vieler Konversionen bezweifelt.

Von Marie Wildermann | Deutschlandfunk

Seitdem sie in Deutschland lebt, seit 2013, sei sie Mitglied einer christlichen Gemeinde, sagt Sharareh. Jeden Sonntag gehe die 40-Jährige in den Gottesdienst. Den christlichen Glauben habe sie in Teheran kennengelernt, in einem protestantischen Untergrund-Hauskreis, so die ehemalige Muslimin. Als der Leiter der Gruppe verhaftet wurden, habe sie Hals über Kopf das Land verlassen müssen. Über Umwege kam sie nach Deutschland, beantragte Asyl als religiös Verfolgte. Doch ihr Asyl-Antrag wurde abgelehnt.

„Ich weiß nicht, warum ich dieses Ergebnis bekommen habe. Ich bin schockiert, für mich ist es eine Katastrophe, ich kann nicht zurück in mein Land, ich bin verzweifelt.“

So wie Sharareh ergeht es derzeit vielen iranischen Flüchtlingen, die zum Christentum konvertiert sind. Auch, wenn sie aktive Kirchenmitglieder sind und ihre Pastoren ihnen das bescheinigen.

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