Islam-Institut an der Humboldt-Universität: Wenn Glaube auf Geist trifft


Neuköllner Begegnungsstätte in der Flughafenstraße. Die Moschee ist freitags immer so voll, dass auch im Hof und auf dem Gehweg…Foto: Mike Wolff
Was geschieht, wenn eine Religion akademisiert wird? Und wer vertritt die Muslime in Deutschland? Zum Streit um das geplante Islam-Institut an der Humboldt-Universität.

Von Malte Lehming | DER TAGESSPIEGEL

Es steht Spitz auf Knopf, das Vorhaben kann gelingen oder misslingen. Der Vertrag zur Beirats-Gründung des Islam-Instituts an der Humboldt-Universität liegt vor. Alle Mitglieder des Beirates müssen bis Ende März unterschreiben. Zu diesem Gremium gehören fünf traditionell-konservative muslimische Verbände: die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib), die Islamische Föderation Berlin (IFB), der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ), der Zentralrat der Muslime und die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands (IGS).

Sie repräsentieren einen Großteil der in Deutschland lebenden Muslime. Die vier großen, im wesentlichen sunnitischen Verbände – Ditib, VIKZ, Islamrat und Zentralrat – haben sich 2007 zum „Koordinationsrat der Muslime“ zusammengeschlossen. Er versteht sich als Deutschlands oberste islamische Organisation.

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