Für Extremisten sind gebildete Frauen gefährlich


Afghanische Mädchen in einer Schulklasse (Foto: Getty Images)
Sogar gefährlicher als jede Militäroperation. Es ist eine Schande, dass weltweit noch immer so viele Mädchen keinen Zugang zu Bildung haben.

Von Carolin Kebekus | Süddeutsche Zeitung

Frauen tragen die Hauptlast der Armut. Das hat ganz konkrete und messbare Folgen für das Leben von Mädchen, die von großem Elend betroffen sind. Welche? Hier sind ein paar erschütternde Statistiken aus dem Bereich Bildung: Mädchen, die keine Schule besuchen, haben ein viel größeres Risiko, sich mit dem HI-Virus anzustecken und früher zu sterben. Das Risiko, als Minderjährige verheiratet zu werden, ist bei ihnen sechsmal höher, wenn sie keine weiterführende Schule abschließen. Der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) zufolge gibt es derzeit rund 700 Millionen Frauen, die als Kinder verheiratet wurden. Jeden Tag kommen 39 000 dazu. Sie bleiben meist zu Hause, bekommen oft sehr früh viele Kinder und geben damit auch ein bestimmtes Rollenbild weiter an die nächste Generation. Setzt sich der gegenwärtige Trend fort, wird ihre Zahl in etwa 15 Jahren auf knapp eine Milliarde steigen.

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