Die Pestepidemie in Madagaskar ist besiegt


In der Geschichte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist noch kein anderer Generaldirektor mit einer Seuchenlage konfrontiert worden, die an dunkelstes Mittelalter erinnert.

Hermann Feldmeier | Neue Zürcher Zeitung

Knapp drei Wochen nachdem Tedros Adhanom Ghebreyesus im Juli 2017 sein Amt angetreten hatte, brach in Madagaskar die Pest aus und verbreitete sich in einer bisher unbekannten Dynamik auf der Insel.

Nach einer überaus kosten- und personalintensiven Bekämpfung der Seuche konnte der WHO-Chef nun mitteilen, dass die Epidemie voraussichtlich im April für beendet erklärt werden wird. Dies nachdem seit Ende November keine neuen Pesterkrankungen mehr aufgetreten sind. Die Vorsicht beim avisierten Termin hat damit zu tun, dass das Feuer der Epidemie zwar gelöscht ist, die Pesterreger jedoch weiterhin in der Nagetierpopulation im ländlichen Raum zirkulieren. Die Glut der Epidemie schwelt also weiterhin.

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