Erzapostel von Palermo entschuldigt sich für Schweigen zur Mafia


©Vatikan
Der Erzbischof von Palermo, Corrado Lorefice, hat Versäumnisse der römisch-katholischen Kirche im Umgang mit der Mafia eingeräumt. Die Kirche müsse um Entschuldigung bitten, weil sie Werte des Evangeliums lediglich gepredigt, aber gegenüber dem Organisierten Verbrechen nicht praktiziert habe, sagte Lorefice laut der Zeitung „Giornale di Sicilia“ am Freitag, wie Kathpress berichtet.

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Zugleich betonte er bei einer Veranstaltung in Palermo, die Haltung der Kirche habe sich in den vergangenen Jahren geändert. Lorefice verwies auf die von der Mafia ermordeten Priester Pino Puglisi und Giuseppe Diana sowie den Staatsanwalt und überzeugten Katholiken Rosario Livatino, der ebenfalls Opfer eines Anschlags wurde. Durch sie habe er gelernt, dass eine „freie und befreiende Kirche eine Kirche ist, die nicht Rückhalt und Privilegien bei der führenden Klasse sucht“, so der Erzbischof.

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