Tafel: Parteien uneins über Armut


Nach dem Aufnahmestopp für Ausländer an der Essener Tafel hält die Debatte über Armut in Deutschland an. Während der künftige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Wochenende vor einer überzogenen Diskussion warnte, forderte SPD-Vizechef Ralf Stegner deutlich mehr Einsatz gegen Armut.

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Die Tafeln würden Menschen helfen, die auf jeden Euro achten müssten, sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). „Aber niemand müsste in Deutschland hungern, wenn es die Tafeln nicht gäbe.“ Deutschland habe „eines der besten Sozialsysteme der Welt“. Hartz IV bedeute nicht Armut, sondern sei die Antwort der Solidargemeinschaft auf Armut. „Damit hat jeder das, was er zum Leben braucht. Mehr wäre immer besser, aber wir dürfen nicht vergessen, dass andere über ihre Steuern diese Leistungen bezahlen“, sagte der CDU-Politiker.

Den vorübergehenden Aufnahmestopp für Ausländer an der Essener Tafel verteidigte Spahn. Dagegen sagte der SPD-Politiker Stegner: „Das Problem in Deutschland heißt Armut und nicht Flüchtlinge.“

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