Vom IS missbrauchte Frauen – „Wie lebende Tote“


Sie wurden vergewaltigt und versklavt – nach ihrer Befreiung bleibt ein Stigma: Frauen, die Opfer des IS wurden, müssen allein mit dem Trauma fertigwerden. Eine Uno-Beauftragte schilderte jetzt ihre Eindrücke von den Opfern.

SpON

Pramila Patten, Uno-Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt bei Konflikten, prangert die gesellschaftliche Ächtung von Frauen und Mädchen an, die von Kämpfern der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) vergewaltigt und als Sexsklavinnen gehalten wurden.

Sie habe ein „schreckliches Fehlen“ von Unterstützung für die Opfer beobachtet, berichtete sie nach einer mehrtägigen Reise in den Irak. Überlebende, die sie getroffen hatte, seien ihr wie „lebende Tote“ vorgekommen.

Die Frauen und Mädchen wurden Anfang dieses Jahres freigelassen. Seither säßen sie in Camps fest, berichtet Patten. Die Frauen würden in doppelter Hinsicht stigmatisiert: weil sie Opfer sexueller Gewalt sind und die Taten im Zusammenhang mit dem IS stehen. Die Frauen hätten Angst, als Angehörige der Terrorgruppe angesehen zu werden. „Einige Frauen äußerten auch Ängste vor einer Festnahme“, erzählt Patten.

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