Historiker kritisiert lückenhafte Erinnerung an NS-Verbrechen


KZ Auschwitz, Einfahrt. Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0
Schon unmittelbar nach der Machtergreifung 1933 begannen die Nationalsozialisten mit der Verfolgung von politischen Gegnern, Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, „Asozialen“ und „Erbkranken“. Später traf es auch Kriegsgefangene und Zivilisten der vom Deutschen Reich besetzten Länder. Viele dieser Opfer-Gruppen werden dem Historiker Stephan Lehnstaedt zufolge marginalisiert.

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Der Historiker Stephan Lehnstaedt sieht erhebliche Lücken in der deutschen Gedenkkultur zu den NS-Verbrechen. Das „Erinnerungsnarrativ in Politik und Gesellschaft“ sei weitgehend auf den Holocaust beschränkt, betonte der Professor für Holocaust-Studien und Jüdische Studien am Touro College Berlin in einem Gastbeitrag im Berliner „Tagesspiegel“ (Montag). Manchen anderen Gruppen komme „zumindest eine marginale Rolle zu“, andere seien letztlich gar nicht präsent.

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