Kritik an geplanter Ditib-Reise zum „Heerführer“ Erdogan


Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einem Auftritt in Ankara.Foto: REUTERS/Kayhan Ozer
Der Moscheeverband Ditib wirbt für eine Bildungsreise in die Türkei – inklusive Besuch bei „unserem obersten Heerführer“. Kritiker sprechen von „nationalistischer Staatspropaganda“.

DER TAGESSPIEGEL

Eine geplante Türkei-Rundreise des deutsch-türkischen Moscheeverbands Ditib für junge Erwachsene stößt auf Kritik. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, bildet laut dem Programm ein Besuch im Präsidentenpalast bei „unserem obersten Heerführer“ (Baskomutan) Recep Tayyip Erdogan das „Finale“ der Reise. Für die Veranstaltung in den NRW-Osterferien werde in Ditib-Mocheegemeinden geworben, so das Blatt.

Der Grünen-Politiker Volker Beck, Lehrbeauftragter am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der Ruhr-Universität Bochum, sprach laut dem Bericht von „nationalistischer Staatspropaganda der Ditib“, vor der die deutsche Politik nicht länger die Augen verschließen dürfe. „Die Ditib agiert immer deutlicher wie ein trojanisches Pferd. Außen Religion, innen der türkische Staat und Erdogan“, sagte Beck.

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