Sri Lanka: Hassprediger im Mönchsgewand


Szenen der Verwüstung: Moschee nahe Kandy – REUTERS/Die Presse.com
In Sri Lanka eskaliert die Gewalt gegen die muslimische Minderheit. Dort gilt Ausnahmezustand – doch die Übergriffe gehen weiter. Auch in Thailand und Burma verbreiten Mönche Hass.

Von Vanessa Steinmetz | SpON

Es ist nicht viel übrig geblieben von den Geschäften und Gebäuden, die in der vergangenen Woche im Hochland von Kandy in Sri Lanka niederbrannten. Zwar patrouillierten Dutzende Soldaten am nächsten Tag vor den Balken und verkohlten Ruinen mit Helm und Waffe in der Hand. Weitere Anschläge verhinderten sie damit aber nicht: Kurz darauf standen wieder Häuser in Flammen, die der muslimischen Minderheit des Landes gehören.

Das Motiv der Brandstifter ist offenbar Rache. Vergangene Woche war ein Buddhist von einer Gruppe Muslime in Kandy umgebracht worden. Nun gilt in ganz Sri Lanka Ausgangssperre, das beliebte Urlaubsziel befindet sich offiziell im Ausnahmezustand, und der Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook und WhatsApp wurde zwischenzeitlich gekappt.

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