Toba-Ausbruch: Refugium in Südafrika?

Der Ausbruch des Toba vor 74.000 Jahren hatte globale Folgen. Wie die Bedingungen damals in Südafrika waren, zeigen nun Ausgrabungen. © NASA Landsat
Urzeit-Refugium: In Südafrika könnten unsere Vorfahren eine der schlimmsten Katastrophen der Menschheitsgeschichte überdauert haben – den Ausbruch des Supervulkans Toba vor rund 74.000 Jahren. Denn Ausgrabungen enthüllen, dass die dort lebenden Menschen trotz vulkanischem Winter ungestört weiterlebten und ihre Population sogar zunahm. Diese Region an der Südspitze Afrikas könnte damit zu den Refugien der Menschheit nach der Katastrophe gehört haben, so die Forscher im Fachmagazin „Nature“.

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Als vor rund 74.000 Jahren auf Sumatra der Supervulkan Toba ausbrach, entgingen unsere Vorfahren möglicherweise nur knapp ihrer Ausrottung. Denn Asche und Staub der Eruption lösten einen vulkanischen Winter aus, der mehrere Jahre lang anhielt. Wie schlimm diese Kaltphase ausfiel und wie schwer dies die ersten Vertreter des Homo sapiens traf, ist jedoch strittig.

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Der Evangelikale Kauder verkündet, dass die SPD den Antrag zur Streichung des §219a, zurückzieht

Es war eines der großen Anliegen der SPD: Die Streichung des Paragrafen, der das Werbeverbot für Abtreibungen festhält. Nun rudert die Partei offenbar zurück. Das verkündete Unionsfraktionschef Volker Kauder.

Von Robin Alexander | DIE WELT

Die SPD verzichtet auf einen Antrag zur Streichung des Paragrafen 219a. Das verkündete Unionsfraktionschef Volker Kauder in der Fraktionssitzung am Dienstag, wie WELT erfuhr. Union und SPD einigten sich stattdessen darauf, dass die Bundesregierung einen eigenen Vorschlag zu Paragraf 219a erarbeiten soll.

In der gemeinsamen Erklärung der Union und der SPD heißt es, die SPD-Bundestagsfraktion werde ihren Gesetzentwurf zu Paragraf 219a „jetzt nicht zur Abstimmung stellen“. Die Bundesregierung werde aufgefordert, „Möglichkeiten einer Lösung zu prüfen und einen Vorschlag vorzulegen“.

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Sri Lanka: Mit Kichererbsen begann die Gewalt

Wo der Mob wütete: Polizisten sichern die Stadt Kandy ab. (Foto: AFP)
Ein böses Gerücht hat den Hass radikaler Buddhisten gegen die muslimische Minderheit freigesetzt. Letzte Woche hat die Regierung den Notstand ausgerufen. Das Militär soll eine weitere Eskalation verhindern.

Von Arne Perras | Süddeutsche Zeitung

Ein verdächtig aussehendes Klümpchen im Essen – mehr war es nicht. Doch das reichte, um Gewalt auf Sri Lanka zu entfachen. Der Hass entlädt sich gegen die muslimische Minderheit im mehrheitlich buddhistischen Land. Der Staat hat vergangene Woche den Notstand ausgerufen, Tausende Soldaten sind aufmarschiert, um eine Eskalation zu verhindern.

Das Gerücht, mit dem alles begonnen hatte, ist längst als Unsinn entlarvt. Behauptungen waren aufgetaucht, wonach muslimische Restaurantbesitzer angeblich Pillen ins Essen der buddhistischen Singhalesen mischten, um sie unfruchtbar zu machen. So könnten die Gäste bald keine Kinder mehr bekommen, während die Zahl der Muslime immer weiter steige, bis sie vielleicht irgendwann die Scharia einführen würden, hieß es in Hassbotschaften in sozialen Medien. Polizisten stellten sogar einen Klumpen im Essen sicher, der alles beweisen sollte. Die chemische Analyse ergab jedoch, dass das Mehl völlig harmlos war. Es war ein Klecks Kichererbsen.

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Formulare dürfen männlich bleiben

Sparkassen-Kunde/-Kundin Marlies Krämer vor dem Bundesgerichtshof Bild: dpa
Frauen müssen in Formularen nicht in weiblicher Form angesprochen werden. Das entschied der Bundesgerichtshof und wies die Revision einer Sparkassen-Kundin aus dem Saarland zurück.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Frauen haben kein Recht auf eine weibliche Ansprache in Formularen. Das oberste deutsche Zivilgericht wies am Dienstag in Karlsruhe die Revision einer Sparkassen-Kundin aus dem Saarland zurück. (VI ZR 143/17)

Klägerin Marlies Krämer (80) sah in männlichen Formulierungen wie „Kunde“ oder „Kontoinhaber“ einen Verstoß gegen den im Grundgesetz garantierten Gleichheitsgrundsatz. Das sieht der BGH nicht so: Mit der verallgemeinernden Ansprache in männlicher Form werde sie nicht wegen ihres Geschlechts benachteiligt. Die Anrede „Kunde“ für Frauen sei weder ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht noch ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz, argumentierte das Gericht.

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Zürcher Juso wollen christliche Feiertage durch säkulare ersetzen

Ostermontag könnte beispielsweise durch den internationalen Tag der Frau (8. März), Weihnachten durch den Tag der Menschenrechte (10. Dezember) ersetzt werden. Solche Vorschläge machen die Jungsozialisten (Juso) des Kantons Zürich in ihrem jüngsten Positionspapier. Konkrete politische Vorstösse sind jedoch noch nicht geplant, wie Co-Präsident Luca Dahinden auf Anfrage sagte.

kath.ch

Das aktuelle Religionspapier der Juso, welches am Parteitag vom 10. März verabschiedet wurde, befasst sich in verschiedenen Bereichen mit dem Thema Religion. So findet sich darin unter anderem die Forderung, christliche Feiertage komplett durch nicht-religiöse Feiertage zu ersetzen.

Für den Kanton Zürich stehen gemäss den Juso somit Karfreitag, Ostermontag, Auffahrt, Pfingstmontag, Weihnachten und der Stephanstag auf der Abschussliste. Als Beispiele für säkulare Feiertage, die als Ersatz eingeführt werden könnten, werden der internationale Tag der Frau (8. März) und der internationale Tag der Menschenrechte (10. Dezember) genannt.

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„Grabeskirchen-Boykott verzögert Einigung Vatikan-Israel“

Blick auf Jerusalem. Bild: Vatican News
Seit 24 Jahren verhandeln der Vatikan und Israel über ein Abkommen zu finanziellen und steuerlichen Fragen – bisher vergeblich. Jetzt erweist sich: „Auch die jüngste Auseinandersetzung zwischen der Stadtverwaltung und den Kirchen Jerusalems über Steuerangelegenheiten hat zu der Verzögerung einer Unterzeichnung beigetragen.“

Vatican News

Das steht in einer Erklärung der „lateinischen“ Bischöfe aus dem arabischen Raum, die in den letzten Tagen zu ihrem ad-limina-Besuch in Rom waren und dabei viele Gespräche geführt haben. Die Bischöfe des römischen Ritus aus Ländern wie Syrien, Irak, Israel oder von der Arabischen Halbinsel beziehen sich auf ein Gespräch mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Dieser habe sie über den Stand der Verhandlungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Israel informiert.

Aus Protest gegen Besteuerungspläne der Stadtverwaltung hatten die verschiedenen christlichen Kirchen unlängst die Grabes- und Auferstehungskirche Jesu in der Altstadt von Jerusalem mehrere Tage lang geschlossen. Daraufhin sagte die Regierung eine Prüfung der kirchlichen Beschwerden zu.

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Krebsmedikament gegen Autismus?

Epigenetische Veränderungen an der DNA können zu den für Autismus typischen Auffälligkeiten im Sozialverhalten führen. © Svisio/ thinkstock
Korrigiertes Sozialverhalten: Ein für die Behandlung von Krebs bewährtes Medikament wirkt womöglich auch bei Autismus. Zumindest im Tierversuch verschwanden durch die Gabe des Mittels die für die Entwicklungsstörung typischen Auffälligkeiten im Sozialverhalten, wie Forscher berichten. Demnach korrigiert der Wirkstoff Expressionsfehler in zahlreichen mit Autismus verknüpften Genen – und hat dadurch einen durchschlagenden Effekt.

scinexx

Autismus ist eine Entwicklungsstörung, die mit vielfältigen Symptomen einhergeht. Zentrales Merkmal der Erkrankung sind jedoch Auffälligkeiten im Sozialverhalten: Menschen mit Autismus sind häufig nicht besonders an engen Beziehungen interessiert oder haben Schwierigkeiten, diese zu gestalten. So fällt es vielen Betroffenen beispielsweise schwer, mit anderen Personen zu sprechen und Gesagtes richtig zu interpretieren. Auch Mimik und Gestik zu verstehen, gelingt ihnen oft nicht. Manche Autisten haben zudem Probleme damit, andere Menschen überhaupt zu erkennen.

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Türkische Unternehmen ächzen unter der Schuldenlast

Firmen können hohe Kredite nicht mehr bedienen, unter ihnen auch Türk Telekom. (BIld: Alamy)
Fremdkapital hat einst das Wachstum türkischen Wirtschaft beschleunigt. Jetzt werden Kredite, vor allem solche in Hartwährungen, zu einem Problem.

Marco Kauffmann Bossart | Neue Zürcher Zeitung

Ülker ist ein Flaggschiff der türkischen Wirtschaft. Die gleichnamigen Snacks füllen landauf landab die Ladengestelle, der Name des Backwarenherstellers prangt auf den T-Shirts von Fussballstars und die Familienmitglieder zählen zu den wohlhabendsten Türken. Umso mehr ging ein Raunen durch die Istanbuler Finanzgemeinde, als Bloomberg im Februar aus einem Schreiben von Ali Ülker zitierte. Der Vizepräsident der Yildiz Holding, zu der Ülker und Dutzende weiterer Unternehmen gehören, bat zehn Banken um eine Umschuldung in der Höhe von 7 Mrd. $. In der ungewöhnlichen Botschaft appellierte Ülker an die patriotische Pflicht der Banken.

Die Yildiz Holding hat in den vergangenen Jahren stark expandiert und sich über Fremdkapital finanziert. So erwarben die Türken den belgischen Chocolatier Godiva und die britische United Biscuits. Der Konzern bestätigte die Schuldenrestrukturierung, hielt aber fest, man verfüge über eine robuste Finanzposition. Inzwischen wurde mit mehreren Banken eine Lösung gefunden. Sie soll auch einen Tilgungsaufschub umfassen. Laut Bloomberg hätte die Yildiz Holding, die einen Jahresumsatz von 12 Mrd. $ erwirtschaftet, im Februar mehr als 1 Mrd. $ an die Gläubiger zahlen müssen.

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Scientology gründet eigenen TV-Sender

Scientology in Los Angeles (Bild: PictorialEvidence, CC-BY-Sa 3.0)
Die Scientology-Organistation will mit einem neuen Fernsehsender für ihre Ziele werben. Möglicherweise geht es dabei auch um die Darstellung einer eigenen Version zu Missbrauchsvorwürfen.

stern.de

Inmitten einer zunehmend kritischen Berichterstattung startet die Scientology-Organisation einen eigenen Fernsehsender. Er soll auf Plattformen wie Apple TV und Google Play abrufbar sein, der Start war für den Montag geplant. Die Ankündigung der von Kritikern als gefährliche Sekte gesehenen Vereinigung legte nahe, dass Scientology damit auf wiederholte Missbrauchsvorwürfe reagieren und seine eigene Version darstellen möchte. Scientology bezeichnet sich als Kirche.

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Dodo Müller: Papst kann Lehre von ‚Humanae vitae’ nicht ändern

Gerhard L. Müller links im Bild
Die Inhalte der Enzyklika Pauls VI. gehörten zur christlichen Anthropologie. Kein Papst könne diese ändern, sagte der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation.

kath.net

Der Papst habe nicht die Macht, das kirchliche Verbot künstlicher Verhütungsmittel aufzuheben oder zu lockern. Das sagte Gerhard Kardinal Müller, der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation, bei einer Buchpräsentation an der Lateranuniversität in Rom am 7. März.

Müllers Ausführungen wurden von Professor Livio Melina, der von 2006 bis 2016 Präsident des Päpstlichen Institutes Johannes Paul II. für Studien zu Ehe und Familie war, bestätigt. Die Inhalte der Enzyklika „Humanae vitae“ seien zwar nicht ex cathedra definiert und auf diesem Weg zum unveränderbaren Glaubensgut der Kirche erklärt worden.

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Nordatlantik: Warme Sommer hemmen Umwälzpumpe

Im Nordatlantik sitzt eine der Umwälzpumpen für die globale Ozeanzirkulation -und sie reagiert sensibel auf den Einstrom von zu viel Schmelzwasser. © NASA/GSFC
Gehemmte Pumpe: Besonders warme arktische Sommer können den „Motor“ der Ozeanzirkulation hemmen, wie Meeresforscher herausgefunden haben. Wenn im Sommer besonders viel Schmelzwasser in den Nordatlantik strömt, bildet dieses kalte Süßwasser eine Barriereschicht an der Oberfläche. Diese hemmt im Winter die Umwälzung des Meerwassers und damit den Prozess, der die Meeresströmungen antreibt. Über mehrere Jahre hinweg könnte sich dies aufschaukeln und die Ozeanzirkulation schwächen, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Climate Change“.

scinexx

Der Nordatlantik ist eine Schlüsselregion für die großen Umwälzströme der Weltmeere. Denn hier kühlt sich im Winter das warme, salzhaltige Wasser aus dem Süden ab und sinkt in die Tiefe. Von dort strömt es wieder zurück Richtung Äquator und zieht neue Wassermassen nach. Doch dieser Motor der ozeanischen Zirkulation ist sensibel.

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Durchsuchungen bei Rockergruppe „Osmanen Germania“ in NRW

In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen sind am Dienstagmorgen Vereinsräume der Rockergruppe „Osmanen Germania“ durchsucht worden.

Frankfurter Rundschau

Unter der Führung des Polizeipräsidiums Essen würden insgesamt 41 Objekte durchsucht, wie die Ermittler sagten. Dabei setze die Polizei teilweise auch Spezialkräfte ein, weil die betroffenen Rocker als gefährlich eingeschätzt würden. Die Rockergruppe „Osmanen Germania“ steht nach Einschätzung des NRW-Innenministeriums in Verbindung zur türkischen Regierungspartei AKP und zum Umfeld des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Mehr Sichtbarkeit für echte Nachrichten im Netz

Keine simplen Lösungen: Der Kampf gegen „Fake News“ im Netz erfordert gemeinsame Strategien. Bild: AFP
In Brüssel wächst die Sorge vor Fehlinformationen im Internet. Eine Expertengruppe der EU-Kommission hat nun einen Leitfaden zum Umgang mit „Fake News“ vorgelegt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Im Kampf gegen Falschnachrichten hat das Anfang des Jahres eingesetzte Expertengremium der EU einen Kodex für soziale Netzwerke vorgelegt. Die Gruppe von Vertretern aus Wissenschaft, Medien und Online-Firmen wie Facebook, Google und Twitter legten der EU-Kommission an diesem Montag Vorschläge gegen die Verbreitung von Falschnachrichten vor. In ihrem Schlussbericht rieten die 39 Fachleute dazu, vertrauenswürdige Informationen herkömmlicher Medien sichtbarer und für Nutzer leichter zugänglich zu machen. Die Vorschläge nahm die zuständige EU-Kommissarin Marija Gabriel entgegen. Sie will am 25. April erklären, welche Schlüsse die Kommission daraus zieht. Gesetzliche Vorgaben sind aber wohl nicht zu erwarten.

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Grenzzaun gegen den schweinischen Hybridkrieg

Bild: Štolfa/CC BY-3.0
Auch Polen baut eine Mauer – offiziell gegen mit der Afrikanischen Schweinepest infizierte Wildschweine

Jens Mattern | TELEPOLIS

Polen rüstet sich gegen eine Invasion aus dem Osten: Ein 1200 Kilometer langer Zaun soll die Grenze zu Russland, Weißrussland und der Ukraine absichern. Als offizieller Gefährder gilt das Wildschwein, Träger der Afrikanischen Schweinepest. Offen wird jedoch auch darüber spekuliert, dass es ebenso eine Maßnahme gegen einen russischen Hybridkrieg darstellt.

Das 238 Millionen Zloty (rund 60 Millionen Euro) teure Projekt wurde von dem Ministerium für Landwirtschaft in Warschau letzte Woche beschlossen, die Abzäunung soll 2020 fertig gestellt werden. Der Sejm muss darüber noch in diesem Monat abstimmen.

„Nicht höher als zwei Meter und vierzig Zentimeter unter der Erde wird der Zaun sein“, sagte Robert Telus, stellvertretender Vorsitzender der Landwirtschaftskommission im Sejm. Die Wildschweine sollten dann nicht in der Lage sein, den Zaun zu untergraben. Nur so könnten die polnischen Hausschweine geschützt werden.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wird als eine fieberhafte, hoch ansteckende Krankheit der Schweine (Haus- und Wildschweine) gefürchtet. Sie verläuft zumeist tödlich. Ein Impfstoff ist nach Angaben des Niedersächsischen Landesamts für Lebensmittelsicherheit nicht vorhanden und soll es in naher Zukunft auch nicht geben. Menschen sind allerdings nicht gefährdet.

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Afghanistan: Taliban erzwingen nächtliches Handy-Verbot in fünf Provinzen

Bild: ErikaWittlieb
Damit sie nicht über ihre Handys geortet und angegriffen werden können, haben Verantwortliche der radikalislamischen Taliban in Afghanistan durchgesetzt, dass das Handynetz nachts abgeschaltet wird. Nur ein Betreiber widersetzt sich noch teilweise.

heise online

Wegen eines nächtlichen Telefonierverbots der radikalislamischen Taliban sind mindestens fünf afghanische Provinzen ab 18.00 Uhr teilweise oder vollständig nicht mehr erreichbar. Das bestätigte ein Sprecher des Ministeriums für Kommunikation, Khan Saman Amarchel, am Montag.

Betroffen seien die nordafghanischen Provinzen Kundus und Baghlan, wo bis vor einigen Jahren noch die Bundeswehr stationiert war, außerdem die ostafghanischen Provinzen Urusgan und Gasni sowie Helmand im Süden.

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Was hinter der unheimlichen Absturzserie in der Luftfahrt steckt

Ein Hubschrauber ist zwischen den New Yorker Stadtteilen Manhattan und Queens in den East River gestürzt. Der Pilot konnte sich befreien. Fünf Passagiere kamen ums Leben. Quelle: WELT/Stefan Wittmann
Drei schwere Abstürze innerhalb von nur 24 Stunden: In der zivilen Luftfahrt sind bereits jetzt die Opferzahlen des Vorjahres übertroffen worden. Es zeichnet sich eine besorgniserregende Trendwende ab.

Von Gerhard Hegmann | DIE WELT

In der Luftfahrtbranche zeichnet sich in diesem Jahr eine besorgniserregende Trendwende ab: Die Zahl der Flugzeugabstürze mit Todesopfern steigt wieder. Binnen 24 Stunden kam es allein zu drei Abstürzen.

Bei der Landung verunglückte in Kathmandu in Nepal ein Modell der Fluggesellschaft US-Bangla mit 71 Menschen an Bord. Im Iran stürzte ein mit elf Frauen besetzter Geschäftsreisejet auf dem Rückweg von einem Junggesellinen-Abschied ab und bei einem Hubschrauberabsturz in New York im East River kamen fünf Menschen ums Leben.

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„Undichte“ Darmwand macht krank

Gelingt es Bakterien, die Darmbarriere zu überwinden, kann das krankmachen. © M. Vieira et al., Science
Leck in der Darmwand: Eine „undichte“ Darmbarriere kann offenbar Autoimmunerkrankungen wie Lupus fördern – und ist außerdem für die Infektanfälligkeit von Diabetespatienten mitverantwortlich. Zwei Studien zeigen: Gelangen Mikroben vom Darm in den Körper, können sie dort die Produktion von Autoantikörpern anstoßen und Entzündungen auslösen. Bei Zuckerkranken scheint es der hohe Blutzucker selbst zu sein, der die krankhafte Durchlässigkeit der Darmwand fördert, wie die Forscher berichten.

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Über die Nahrung landet in unserem Darm täglich körperfremdes Material. Einige dieser Substanzen sollen von dort in den Körper transportiert werden – wertvolle Nährstoffe zum Beispiel. Andere Stoffe wie krankmachende Bakterien gelangen hingegen im Idealfall nicht dort hinein. Um zu regeln, wer Zutritt zum Körper erhält, gibt es die Darmwand. Diese Schleimhaut aus vielen Schichten von Zellen fungiert als Barriere, die nur ausgewählte Stoffe überwinden können.

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Mit einem Trick will sich Erdogan den Wahlsieg sichern

Wahlkampf für die AKP: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einer Veranstaltung seiner Partei in der Stadt Mersin Quelle: AP
Wenn der türkische Präsident die Wahlen 2019 gewinnt, bekommt er umfassende Vollmachten. An seinem Sieg arbeitet er schon jetzt – mit dem Militäreinsatz in Syrien und einer entscheidenden Gesetzesänderung.

Von Boris Kálnoky | DIE WELT

Es gibt einen guten Grund, warum der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in Syrien Krieg führt: Seine Umfragewerte sind gestiegen, seit die Armee im Nachbarland einmarschiert ist, um die Kurdenregion Afrin zu erobern. Was immer die Türkei in Syrien an strategischen Zielen verfolgt, der Krieg hat eine klare innenpolitische Dimension. Das Blut, das in Afrin vergossen wird, kann Erdogan in Stimmen ummünzen.

Das ist auch dringend nötig. Im November 2019 stehen Präsidentschaftswahlen an. Und nach den von Erdogan per Referendum durchgesetzten Verfassungsänderungen 2017 wird der nächste Staatspräsident – aber eben erst der nächste – über umfassende Vollmachten verfügen, wie sie seit Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk kein türkischer Politiker besessen hat. Atatürk regierte, technisch gesehen, als Diktator, auch wenn er mit gutem Grund als Gründer und Wohltäter der modernen Türkei angesehen wird.

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Anschläge auf Moscheen: Ermittler prüfen möglichen Zusammenhang

Brandsätze und berstende Scheiben: Bundesweit sind in den vergangenen Tagen Moschen und türkische Einrichtungen angegriffen worden. Die Polizei ermittelt, konkrete Hinweise auf die Täter gab es am Montagnachmittag offenbar noch nicht.

evangelisch.de

Nach mehreren Anschlägen auf türkische Einrichtungen in den vergangenen Tagen prüfen die Ermittler mögliche Zusammenhänge zwischen den Taten. Zwar gebe es bislang „keine konkreten Täterhinweise“ für den Brandanschlag auf eine Moschee des türkisch-islamischen Ditib-Verbandes in Berlin-Reinickendorf, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei am Montag. Die Ermittler stünden jedoch im Austausch mit dem Bundeskriminalamt sowie den Landeskriminalämtern der übrigen von den Anschlägen betroffenen Bundesländer.

Im schleswig-holsteinischen Itzehoe, wo in der Nacht zum Sonntag die Fenster einer Moschee eingeschlagen wurden und ein türkischer Laden brannte, gehen die Ermittler mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Zusammenhang aus. Für einen fremdenfeindlichen Hintergrund gebe es jedoch wenig Ansätze, teilte die Polizeidirektion mit.

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As the Ice Melts, Nuclear Submarines Train for Arctic War

Image: Arctic Submarine Laboratory/Facebook
Hundreds of sailors from the US Navy and British Royal Navy meet under an ice floe in the Arctic Sea for ICEX 2018.

David Axe | MOTHERBOARD

Three nuclear-powered attack submarines are heading for a rapidly-melting North Pole for the US Navy’s biggest undersea Arctic exercise in years.

ICEX 2018, which officially began on March 6, not only involves more submarines compared to the last three Arctic exercises in 2016, 2014 and 2011, it also better simulates likely combat conditions for a major war under the ice.

The US Navy submarines USS Connecticut and USS Hartford are meeting the British Royal Navy sub HMS Trenchant under an ice floe on the Arctic Sea. The subs, each with a crew of more than 100 sailors, combined are bringing along scores of researchers from government agencies and universities.

The vessels feature strongly-built sails (the protruding structure atop a submarine’s main, tube-shape hull) that can punch through several feet of ice. Photos from the US Navy’s Arctic Submarine Laboratory, the San Diego-based office that coordinates the exercise, indicate that Connecticut was the first submarine to arrive, punching through the floe in early March.

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