Grenzzaun gegen den schweinischen Hybridkrieg


Bild: Štolfa/CC BY-3.0
Auch Polen baut eine Mauer – offiziell gegen mit der Afrikanischen Schweinepest infizierte Wildschweine

Jens Mattern | TELEPOLIS

Polen rüstet sich gegen eine Invasion aus dem Osten: Ein 1200 Kilometer langer Zaun soll die Grenze zu Russland, Weißrussland und der Ukraine absichern. Als offizieller Gefährder gilt das Wildschwein, Träger der Afrikanischen Schweinepest. Offen wird jedoch auch darüber spekuliert, dass es ebenso eine Maßnahme gegen einen russischen Hybridkrieg darstellt.

Das 238 Millionen Zloty (rund 60 Millionen Euro) teure Projekt wurde von dem Ministerium für Landwirtschaft in Warschau letzte Woche beschlossen, die Abzäunung soll 2020 fertig gestellt werden. Der Sejm muss darüber noch in diesem Monat abstimmen.

„Nicht höher als zwei Meter und vierzig Zentimeter unter der Erde wird der Zaun sein“, sagte Robert Telus, stellvertretender Vorsitzender der Landwirtschaftskommission im Sejm. Die Wildschweine sollten dann nicht in der Lage sein, den Zaun zu untergraben. Nur so könnten die polnischen Hausschweine geschützt werden.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wird als eine fieberhafte, hoch ansteckende Krankheit der Schweine (Haus- und Wildschweine) gefürchtet. Sie verläuft zumeist tödlich. Ein Impfstoff ist nach Angaben des Niedersächsischen Landesamts für Lebensmittelsicherheit nicht vorhanden und soll es in naher Zukunft auch nicht geben. Menschen sind allerdings nicht gefährdet.

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