Mehrheit im Kabinett schwört auf Gottes Hilfe

Die überwiegende Mehrheit im neuen Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schwört bei Amtsantritt auf Gottes Hilfe.

evangelisch.de

Bei der Vereidigung am Mittwoch im Bundestag sprachen die Regierungschefin und Pfarrerstochter Merkel sowie zwölf ihrer Minister den Amtseid mit dem Zusatz „so wahr mir Gott helfe“. Drei der neuen Minister verzichteten auf die religiöse Formel. Ihr Amtseid, abgelegt vor Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU), lautete schlicht: „Ich schwöre es.“

Sämtliche Minister der CDU und CSU nutzten die Formel „so wahr mir Gott helfe“. Ohne die Formel antworteten der neue Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Bundesjustizministerin Katarina Barley und Bundesumweltministerin Svenja Schulze (alle SPD). Die neue Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD), die keine Angaben zu ihrer Religionszugehörigkeit macht, leistete den Amtseid mit dem religiösen Schwur.

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Galaxien rotieren im Gleichtakt

Egal ob Spirale oder Zwerg: Alle Galaxien benötigen rund eine Milliarde Jahre für eine komplette Umdrehung. © NASA/ESA, Hubble, Canada-France-Hawaii Telescope/J.-C. Cuillandre/Coelum, George Jacoby, Bruce Bohannan, Mark Hanna/NOAO/AURA/NSF
Kosmisches Uhrwerk: Astronomen haben herausgefunden, dass Galaxien so einheitlich wie ein Stundenzeiger rotieren. Unabhängig von ihrer Größe benötigen alle etwa eine Milliarde Jahre für einen kompletten Umlauf – egal ob riesige Spiralgalaxie oder galaktischer Zwerg. Der Grund ist ein linearer Zusammenhang zwischen ihrem Radius und ihrer Rotationsgeschwindigkeit: Je größer die Galaxie, desto schneller dreht sie sich.

scinexx

Ob unsere Milchstraße, die Andromedagalaxie oder ihre zwergenhaften Nachbarn: Alle Galaxien drehen sich um sich selbst. Deswegen rast auch unser Sonnensystem mit knapp einer Millionen Kilometern pro Stunde um das Milchstraßenzentrum. Wie schnell eine Galaxie rotiert und wie die Rotationsgeschwindigkeit innerhalb ihrer Scheibe verteilt ist, hängt dabei unter anderem von der Masse der Galaxie ab. Vor allem der Anteil der Dunklen Materie spielt dafür eine Rolle.

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Bistum Limburg: Erneut Geldverschwendung bei Tebartz-Wohnung

Gemächer wie in einem Palast: Die Bischofswohnung in Limburg. Foto: epd
Kein Ende der Skandale rund um die luxuriöse Bischofswohnung: Nun ist ein neuer Fall von massiver Geldverschwendung bekannt geworden.

Frankfurter Rundschau

Im Bistum Limburg ist ein neuer Fall von Geldverschwendung für Baumaßnahmen bekanntgeworden. Wegen einer Fehlplanung für die Umwandlung der Bischofswohnung und eines verhängten Baustopps bleibt das Bistum auf Kosten im niedrigen sechsstelligen Bereich sitzen, wie die Leitung des Bistums mitteilte.

Die Luxus-Wohnung, die zu Zeiten des früheren Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst entstand und ihn 2014 sein Amt kostete, sollte umgebaut werden. Angedacht ist, das Erdgeschoss der 285 Quadratmeter großen Wohnung als Erweiterung des Diözesanmuseums zu verwenden, weil der amtierende Bischof Georg Bätzing das Domizil nicht nutzt.

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Aum Shinrikyo: Hinrichtungen von Giftgas-Sektenmitgliedern rücken näher

Logo der Aum Shinrikyo. Bild: wikipedia.org/Fair use

23 Jahre nach einem tödlichen Giftgasanschlag einer japanischen Endzeitsekte auf Tokios U-Bahn gibt es Anzeichen für bevorstehende Hinrichtungen der Täter.

Frankfurter Rundschau

Das Justizministerium in Tokio begann heute damit, sieben von 13 wegen des Anschlags sowie anderer Morde zum Tode Verurteilten aus ihrer Haftanstalt in Tokio in andere Gefängnisse zu verlegen. Dies deute darauf hin, dass ihre Exekution durch den Strang damit näherrücke, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Bei dem Giftgasanschlag auf die Tokioter U-Bahn waren insgesamt 29 Menschen getötet worden.

Wenn der liberale Islam Polizeischutz braucht, läuft etwas gehörig falsch

Seyran Ates (links), Imamin und Gründerin der liberalen Ibn-Rush-Goethe-Mo­schee in Berlin mit Yasna Crüsemann. © Foto: Stefanie Schmidt
Polizeiliche Taschenkontrollen und Leibesvisitationen am Eingang der Rätsche? Personenschützer im Veranstaltungsraum, wo an diesem Abend Gläser und Flaschen verboten sind? Für viele der etwa hundert Zuschauer, die am Montagabend zum Vortrag von Seyran Ates kamen, erschien das erst einmal befremdlich.

Von Stefanie Schmidt | swp.de

Für Seyran Ates, Imamin und Gründerin der liberalen Ibn-Rush-Goethe-Mo­schee in Berlin, gehören diese Sicherheitsvorkehrungen bei ihren öffentlichen Auftritten zum Alltag. Und das nicht nur, wenn sie im Rampenlicht steht, selbst zum Einkaufen wird die 54-Jährige von Personenschützern begleitet.

Warum ist sie Zielscheibe von so großem Hass, dass sie sogar mit dem Tod bedroht wird?

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Großer Solarsturm trifft auf die Erde

Ein extremer Sonnensturm trifft im Mittel alle 100 bis 200 Jahre einmal die Erde
© NASA
Wenn in diesen Tagen das Navi ausfällt, ist wahrscheinlich nicht das Gerät kaputt. Forscher haben einen riesigen Solarsturm entdeckt, der sich auch auf die Erde auswirken soll – und zwar wegen seines ungünstigen Timings.

DIE WELT

Funkverkehr, GPS-Systeme oder das Stromnetz – in den kommenden Tagen könnte bei dieser Technik nicht alles so reibungslos funktionieren wie sonst. Denn die Erde soll in den nächsten Tagen von einem größeren Solarsturm getroffen werden.

Der US-Behörde „National Oceanic and Atmospheric Administration“ (NOAA) zufolge werden die elektrisch geladenen Teilchen von der Sonne am 14. und 15. März auch die Nordhalbkugel treffen. Der Flugverkehr und satellitenbasierte Technik wie etwa Navigationssysteme könnten dadurch gestört werden.

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Frankreich: Laizismus von Links

Wie stehen Halbmond und Trikolore zueinander? (AFP/Patrick Kovarik)
In Frankreich wird über den Laizismus gestritten: Vor allem linke Intellektuelle meinen, die strikte Trennung zwischen Religion und Staat werde zunehmend aufgeweicht. Doch manche sehen in der Forderung nach mehr Laizismus etwas anderes: einen Deckmantel für Islamfeindlichkeit.

Von Margit Hillmann | Deutschlandfunk

Früher Abend in der Fondation Jean Jaurès: Die politische Stiftung, die den französischen Sozialisten nahesteht, hat zu einer Laizismus-Debatte eingeladen.

Eine Debatte ohne Kontroverse: Auf dem Podium sitzen prominente Verfechter einer strikten Laizismuspolitik, die sich einig sind und überzeugen wollen. Davon, dass die hart erkämpfte Trennung von Staat und Religion von der Linken kompromisslos verteidigt werden muss. Der Islam, wie vor ihm die Katholische Kirche, in seine Schranken gewiesen werden muss. Dass sein Einfluss die Grundwerte der französischen Gesellschaft bedrohe. Die Lage sei ernst, warnen die Redner des Abends immer wieder: Selbst in Behörden und staatlichen Einrichtungen häuften sich auf alarmierende Weise Verstöße gegen das Laizismusgesetz.

„Besonders in den Krankenhäusern beobachten wir, dass Patienten immer öfter Forderungen mit religiösem Hintergrund stellen. Wenn sich zum Beispiel Musliminnen nur von Ärztinnen behandeln lassen wollen. Noch gravierender ist, dass auch das Personal der staatlichen Krankenhäuser gegen die laizistischen Regeln verstößt.“

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Die WHO und die Warnung vor der „Krankheit X“

MERS-Coronavirus. Bild: National Institutes of Health (NIH)
Auf der neuen Liste von Krankheiten und Erregern, die eine globale Epidemie verursachen könnten, findet sich nun eine mögliche, aber noch unbekannte Infektionskrankheit

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die WHO, die Weltgesundheitsbehörde, hat erstmals im Dezember 2015 eine Liste von Erregern veröffentlicht, die Epidemien auslösen können und für deren Bekämpfung es keine oder nicht ausreichende Maßnahmen gibt. Mit der Liste, die jährlich auf den neuesten Stand gebracht werden soll, wird zu vermehrten Forschungsbemühungen aufgerufen, betont wird ausdrücklich, dass die Liste nicht vollständig ist und auch nichts darüber aussagt, welche Epidemie am nächsten zu erwarten ist. Jetzt wurde eine neue Version der Liste veröffentlicht. Sie findet Aufmerksamkeit, weil darauf eine mysteriöse „Krankheit X“ angegeben wird.

Ansonsten findet man auf der Liste die bekannten Infektionskrankheiten, die zu globalen Epidemien führen können, wie den Ebola- und den Marburg-Virus, das Lassa-Fieber, Zika, das Krim-Kongo-Fieber, der MERS-CoV (Middle East respiratory syndrome coronavirus), SARS, das Rifttalfieber, Nipah- und Henipa-Vireninfektionen. Und dann kommt am Ende der Liste also die ins Auge springende „Krankheit X“.

Der britische Telegraph schürt mit einem reißerischen Titel Ängste: „Beware ‚Disease X‘: the mystery killer keeping scientists awake at night.“ Es handelt sich aber keineswegs um eine „geheimnisvollen Killerkrankheit“, wie es dann auch sachlicher weitergeht, sondern schlichtweg, wie die WHO auch anmerkt, um eine Repräsentation des Wissen, dass eine globale Epidemie von einem bislang unbekannten Erreger verursacht werden könnte.

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Archäologe als Fälscher entlarvt

Der Archäologe James Mellaart in Çatalhöyük. Die Entdeckung dieser Steinzeitstadt machte ihn berühmt, doch später wurde er zum Fälscher. © Omar hoftun/ CC-by-sa 3.0
Eklatante Täuschung: Der britische Archäologe James Mellaart ist posthum als Fälscher entlarvt. Der für seine Funde in Çatalhöyük und anderen Stätten Kleinasiens berühmte Forscher hat offenbar zahlreiche Dokumente, Hieroglyphen und angeblich prähistorische Wandmalereien selbst fabriziert. Das enthüllen nun Aufzeichnungen aus dem Nachlass des 2012 gestorbenen Archäologen. Seine Fälschungen täuschten auch zahlreiche Forscherkollegen.

scinexx

Der britische Archäologe James Mellaart galt als einer der großen Pioniere der Archäologie und Geschichte Kleinasiens. Weltbekannt wurde er, als er Anfang der 1960er Jahre in Anatolien die Steinzeitsiedlung Çatalhöyük entdeckte und in einem ihrer Gebäude die möglicherweise älteste Karte der Welt. Auch weitere Fundstätten, sowie Dokumente und Hieroglyphen des kleinasiatischen Volks der Luwier beschrieb Mellaart in seinen Veröffentlichungen.

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Kinderporno-Ermittlungen gegen Bistumsmitarbeiter beendet

Die Ermittlungen gegen einen Mitarbeiter des Bistums Limburg wegen Besitzes von Kinderpornografie sind beendet.

Frankfurter Rundschau

Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mit. Die Ermittler ließen am Dienstag offen, ob der Mann angeklagt wird. Im Februar vergangenen Jahres war im Büro und in der Wohnung des Bistumsmitarbeiters Datenmaterial beschlagnahmt worden. Der Mann ist seitdem vom Dienst freigestellt. Er hatte in einer früheren Funktion mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Zuvor hatte das „Weilburger Tageblatt“ darüber berichtet.

Zahlreiche Verbände gegen vermehrte Alterstests bei Flüchtlingen

Röntgen © Trace Meek @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Über 20 Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen appellieren an die Bundesrergierung, bei der Altersfeststellung von jungen Flüchtlingen verstärkt medizinische Methoden anzuwenden. Es stehe die Befürchtung im Raum, dass die Jugendlichen älter gemacht werden als sie sind.

MiGAZIN

Ein Bündnis von mehr als 20 Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen hat sich dagegen ausgesprochen, zur Feststellung des Alters junger Flüchtlinge verstärkt medizinische Methoden einzusetzen. Der Koalitionsvertrag von Union und SPD lege nahe, dass grundsätzlich bei der Alterseinschätzung mit „mehr Härte“ verfahren werden solle, heißt es in einer am Dienstag verbreiteten Stellungnahme. „Dies birgt die Gefahr, dass Minderjährige häufiger als jetzt älter gemacht werden.“

Sie müssten dann ohne den besonderen Schutz auskommen, der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zustehe, und würden wie Erwachsene behandelt, bemängelten die Verbände. Zu ihnen gehören neben Diakonie, AWO, Pro Asyl und dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte auch der Flüchtlingsrat Niedersachsen und das in Osnabrück ansässige Hilfswerk terre des hommes.

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„Schädliche“ Justizreform: Irisches Gericht stoppt Auslieferung an Polen

EU hat ein Strafverfahren gegen Polen eingeleitet. – imago/ZUMA Press
Eine Richterin stoppt die Auslieferung eines Drogenhändlers wegen der Sorge um die Unabhängigkeit der Justiz. Einen vergleichbaren Fall habe es in der EU noch nicht gegeben, sagte er der frühere Präsident des polnischen Verfassungsgerichts.

Die Presse.com

Ein Gericht in Irland hat die Auslieferung eines Polen aus Sorge um die Unabhängigkeit der Justiz in seinem Heimatland gestoppt. Der High Court in Dublin stellte am Dienstag eine Entscheidung in dem Fall zurück und wandte sich an den Europäischen Gerichtshof. Der Verdächtige Artur Celmer war wegen Drogenhandels per europäischem Haftbefehl gesucht worden. Er wurde im Mai in Irland festgenommen.

Richterin Aileen Donnelly bezeichnete die polnischen Justizreformen bei der Anhörung am Montag als „schädlich“ für den Rechtsstaat und die Demokratie in Polen. Sollte Celmer ausgeliefert werden, erwarte ihn eine Justiz, deren Unabhängigkeit nicht garantiert sei, sagte die Richterin.

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Stephen Hawking: „Ich möchte wissen, was da draußen ist“ – R.I.P.

Stephen Hawking

„Das Universum kann sich selber aus dem Nichts erschaffen.“(Stephen Hawking)

Der 76-jährige Astrophysiker starb am Mittwochmorgen in seinem Haus in Cambridge. Der Professor zählte zu den grössten Wissenschaftern der Welt.

Unvergessen!

Syrien: Russischer Generalstabschef warnt vor inszeniertem Giftgas-Angriff

US-Botschafterin an der UN, Nikki Haley. Foto: Screenshot Video/State Department
Zwischen den USA und Russland findet neuerdings ein Schlagabtausch statt, der wieder einmal eine direkte Konfrontation heraufbeschwört. Vieles bewegt sich dabei in einem Möglichkeitsraum, „provozieren“ ist ein Stichwort, das andere „inszeniert“.

Thomas Pany | TELEPOLIS

Die kleine Bühne ist der UN-Sicherheitsrat, die große die internationale Medienöffentlichkeit und der Kriegsschauplatz ist Syrien. Da dort echte Schüsse fallen und echte Bomben, kann niemand genau einschätzen, ob und wann die angespannte Situation zwischen den beiden Großmächten wirklich außer Kontrolle geraten kann.

Den Anfang zur neuerlichen dramatischen Zuspitzung machte ein Auftritt der US-Botschafterin an der UN, Nikki Haley, bei der gestrigen Sicherheitsratssitzung. Dort ging es, wie vorab berichtet, um die miserable Lage der Zivilbevölkerung in Ost-Ghouta.

Haley kritisierte Syrien, Russland und Iran – „Das ist kein Waffenstillstand, das ist das Assad-Regime, Iran und Russland, die mit ihrem Krieg gegen politische Gegner weitermachen“ – und warnte in ihrem Statement davor, dass die USA sich zu einer Aktion entschließen könnten ähnlich wie vor etwa einem Jahr, am 7. April 2017, als Tomahawk-Raketen mehr oder weniger präzise auf den syrischen Militärflughafen asch-Schaʿirat (auch: Shayrat), nordöstlich von Homs, abgefeuert wurden.

Begründet wurde dies damals damit, dass dies eine „angemessene Antwort“ auf einen „ruchlosen Akt Assads“ gewesen sei.

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VW muss Salafisten beschäftigen

Sorgen vor einem terroristischen Anschlag reichten bei VW nicht für die Kündigung eines salafistischen Mitarbeiters. – APA/AFP/JOHN MACDOUGALL
Im Dezember 2014 wurde Samir B. am Flughafen Hannover aufgehalten, als er gerade in ein Flugzeug Richtung Türkei steigen wollte. Im Gepäck hatte der VW-Fabriksarbeiter ein größeres Bündel Bargeld und eine Drohne.

Die Presse.com

Die Vermutung der Behörden war, dass sich B. Richtung Syrien absetzen wollte. Grund dafür ist unter anderem die Vorgeschichte des Mannes. So war er Teil einer salafistischen Gemeinde in Wolfsburg, die unter anderem mit Koran-Verteilungen aufgefallen war.

Von der Stadt Wolfsburg wurde B. in der Folge sein Reisepass entzogen. Eine Vorgangsweise, deren Rechtmäßigkeit auch von einem Gericht bestätigt wurde. Darüber hinaus wurde der Arbeiter aber auch von VW gekündigt. Man habe Angst, dass er einen Anschlag verüben könnte – beispielsweise auf das werkseigene Kraftwerk oder während einer Betriebsversammlung, so die Begründung des Autoherstellers.

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Rätsel der „Turmschädel“-Frauen gelöst?

Schädel aus 1.500 Jahre alten Gräbern in Bayern. Links ein deformierter „Turmschädel“, rechts ein normaler Schädel und in der Mitte eine Zwischenform. © Staatliche Sammlung für Anthropologie und Paläoanatomie München
Mysteriöse Fremdlinge: Vor 1.500 Jahren lebten in Bayern Frauen, die seltsam anders waren: Ihre Schädel waren langgezogen deformiert und ihre dunklen Augen unterschieden sie von der restlichen Bevölkerung. Woher diese Frauen kamen, haben nun Forscher mithilfe von Genanalysen untersucht. Sie enthüllen: Die Frauen mit den „Turmschädeln“ waren keine Einheimischen, sondern stammten vom Balkan. Möglicherweise kamen sie als „politische Bräute“ zu den Bajuwaren.

scinexx

Das fünfte und sechste Jahrhundert waren eine Umbruchszeit in Mitteleuropa: Das römische Reich brach auseinander und aus Zentralasien zogen die Hunnen nach Westen bis in das Donaugebiet. Im spätantiken Grenzgebiet kam es dabei immer wieder zu Kämpfen, aber auch zu einem friedlichen Miteinander der Kulturen. Im Gebiet des heutigen Bayern etablierte sich zu dieser Zeit das Volk der Bajuwaren – vermutlich durch eine Mischung von einheimischen Germanen mit Flüchtlingen aus den von Hunnen besetzten Gebieten.

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Gemeinderat stimmt erneut für Verbleib von „Hitlerglocke“

Hitlerglocke Herxheim am Berg. Bild: youtube/Screengrab: bb
Der Gemeinderat im pfälzischen Herxheim am Berg hat am Montagabend erneut entschieden, die umstrittene „Hitlerglocke“ im Turm der protestantischen Jakobskirche hängen zu lassen.

evangelisch.de

Wegen eines Formfehlers hatte die Abstimmung vom 26. Februar wiederholt werden müssen. Neun Ratsmitglieder stimmten für den Verbleib und drei dagegen. Zuvor war der erste Beschluss einstimmig aufgehoben und einem Antrag auf geheime Abstimmung stattgegeben worden.

Bürgermeister Georg Welker (parteilos) betonte, mit seiner Entscheidung für den Verbleib der Glocke sei der Gemeinderat bewusst keinen leichten Weg gegangen. Natürlich nehme er als Bürgermeister kritische Stimmen wie zuletzt vom Zentralrat der Juden in Deutschland zur Kenntnis. Allerdings seien Mahnzeichen wie die Glocke nötig, die an die Geschichte erinnerten und als „Stolpersteine“ dienten, sagte der protestantische Ruhestandspfarrer Welker.

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Ermittlungen gegen Lutz Bachmann wegen Keira-Tweet

Lutz Bachmann auf einer Pegida-Kundgebung im Oktober 2017 Bild: dpa
Pegida-Gründer Lutz Bachmann hat schon wieder Ärger mit der Justiz. Nach einem Tweet über die Tötung der Berliner Schülerin Keira ermittelt die Polizei wegen übler Nachrede, falscher Verdächtigung und Volksverhetzung.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Polizei ermittelt gegen Pegida-Gründer Lutz Bachmann im Zusammenhang mit einem Tweet über die Tötung der 14 Jahre alten Schülerin Keira aus Berlin. „Wir ermitteln wegen übler Nachrede, falscher Verdächtigung und Volksverhetzung“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

„Die Bestie vom Kaukasus“

Bachmann hatte auf Twitter geschrieben: „Mordfall #Keira G. Nun ist es wohl raus: Die Bestie vom Kaukasus, Edgar H., tschetschenischer Moslem und Ex-Flüchtling“. Dazu hatte er auf ein Facebook-Profil eines Mannes verlinkt, der an der Tat allerdings offensichtlich unbeteiligt war. Der Tweet ist bei Twitter nicht mehr zu sehen.

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Befangenheit – Verfassungsrichter Müller soll nicht über Sterbehilfe urteilen

Richter Peter Müller (links) mit dem Vorsitzenden Andreas Voßkuhle.Foto: picture alliance / Uli Deck/dpa
Der Ex-Politiker hatte sich deutlich positioniert und muss aus einem Verfahren ausscheiden – absehbar auch aus den anderen, die das Verbot geschäftsmäßiger Selbsttötung betreffen.

Von Jost Müller-Neuhof | DER TAGESSPIEGEL

Der amtierende Bundesverfassungsrichter und frühere saarländische Ministerpräsident Peter Müller wird von Klageverfahren zur organisierten Sterbehilfe voraussichtlich ausgeschlossen. In einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss hat der Zweite Senat entschieden, dass der ehemalige CDU-Politiker wegen Besorgnis der Befangenheit in einem der elf anhängigen Beschwerdeverfahren nicht mitwirken darf.

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EKD will Prozess zwischen Staat und Islamverbänden unterstützen

Themenbild.
Der Präsident des EKD-Kirchenamts, Hans Ulrich Anke, sieht Kirchen als Unterstützer für den Wunsch der Muslime nach Gleichbehandlung

EKD

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will die Debatte um die rechtliche Stellung muslimischer Verbände weiter unterstützen. „Bei dem Ringen muslimischer Verbände um ihre Rechtsstellung im säkularen Staat sind wir mehr als nur Beobachter“, sagte der Präsident des Kirchenamts der EKD, Hans Ulrich Anke, laut Redemanuskript bei den diesjährigen Essener Gesprächen zum Thema Staat und Kirche in Mülheim an der Ruhr. Die Aufgabe der Evangelischen Kirche in Deutschland liege darin, die Prozesse zwischen verantwortlichen staatlichen Stellen und muslimischen Verbänden konstruktiv zu begleiten. Von den Islamverbänden erwarte die EKD, dass sie sich auf die Anforderungen einlassen, die der Staat zum Schutz der Rechte Dritter und anderer Rechtsgüter aufzustellen hat.

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