Rätsel der „Turmschädel“-Frauen gelöst?


Schädel aus 1.500 Jahre alten Gräbern in Bayern. Links ein deformierter „Turmschädel“, rechts ein normaler Schädel und in der Mitte eine Zwischenform. © Staatliche Sammlung für Anthropologie und Paläoanatomie München
Mysteriöse Fremdlinge: Vor 1.500 Jahren lebten in Bayern Frauen, die seltsam anders waren: Ihre Schädel waren langgezogen deformiert und ihre dunklen Augen unterschieden sie von der restlichen Bevölkerung. Woher diese Frauen kamen, haben nun Forscher mithilfe von Genanalysen untersucht. Sie enthüllen: Die Frauen mit den „Turmschädeln“ waren keine Einheimischen, sondern stammten vom Balkan. Möglicherweise kamen sie als „politische Bräute“ zu den Bajuwaren.

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Das fünfte und sechste Jahrhundert waren eine Umbruchszeit in Mitteleuropa: Das römische Reich brach auseinander und aus Zentralasien zogen die Hunnen nach Westen bis in das Donaugebiet. Im spätantiken Grenzgebiet kam es dabei immer wieder zu Kämpfen, aber auch zu einem friedlichen Miteinander der Kulturen. Im Gebiet des heutigen Bayern etablierte sich zu dieser Zeit das Volk der Bajuwaren – vermutlich durch eine Mischung von einheimischen Germanen mit Flüchtlingen aus den von Hunnen besetzten Gebieten.

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