Artenreiche Tangwälder

Tangwälder bieten vielen Meerestieren eine Lebensgrundlage. (Foto: Shur_ca/ istock)
Kelpwälder aus riesenhaften Braunalgen gelten als Hot Spots der Artenvielfalt. Warum die Gewächse die tierische Biodiversität fördern, haben Forscher nun untersucht. Das überraschende Ergebnis: Anders als gedacht ist die Rolle des Riesentangs als Nahrungsquelle für Fische und Co vergleichsweise gering. Stattdessen entfaltet er seine Wirkung auf einem anderen, indirekten Weg. Demnach ist es vor allem seine physische Dominanz, die die Fauna florieren lässt.

wissenschaft.de

Kelpwälder gelten als submarine Gegenstücke der Regenwälder. Die dichten Ansammlungen aus besonders groß wachsenden Braunalgen gedeihen vor allem in den Uferzonen von Meeren der gemäßigten Breiten und spielen für die dortigen Lebensgemeinschaften eine wichtige Rolle. Schon Charles Darwin erkannte die Bedeutung dieser Unterwasserwälder, als er vor über 100 Jahren mit der „Beagle“ nach Südamerika reiste. Er notierte: „Inmitten der Blätter des Riesentangs leben zahlreiche Fische, die nirgendwo sonst Nahrung oder Schutz finden. Und auch Seevögel, Otter, Seehunde und Delfine würden wohl bald verschwinden, würde der Kelp zerstört.“ Dass die Tangwälder vielen Tieren eine Lebensgrundlage bieten, ist bis heute unbestritten. Doch wie groß ist der Einfluss des Riesentangs (Macrocystis pyrifera) wirklich? „Es gibt nur wenige quantitative Daten, die das dokumentieren könnten“, schreiben Robert Miller von der University of California in Santa Barbara und seine Kollegen.

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Kinderporno-Skandal: Die Kirche muss endlich handeln!

Die evangelische Kilianskirche in Heilbronn. © Archiv
Anstatt endlich mal mit der ganzen Wahrheit rauszurücken, wird nur das zugegeben, was ohnehin nicht mehr zu dementieren ist.

Von Thomas Kielhorn | echo24.de

Es ist nur noch zum Kotzen! Im Fall des Heilbronner Kindergartenleiters, dem Besitz von Kinderpornografie und schwerer sexueller Missbrauch vorgeworfen wird, bekleckert sich die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Heilbronn wahrlich nicht mit Ruhm. Ganz im Gegenteil! Anstatt endlich mal mit der ganzen Wahrheit rauszurücken, gibt sie nur das zu, was ohnehin nicht mehr zu dementieren ist.

Erst behauptete der mit der Aufklärung beauftragte Pfarrer Matthias Treiber, dass man erst seit 8. Januar von den Vorwürfen gegen den Erzieher gewusst habe. Später gibt man kleinlaut zu, dass die Polizei bereits im Sommer letzten Jahres den Kirchenpfleger Rolf Krieg über die Ermittlungen informiert habe. Warum Krieg, der Verantwortung für 24 kirchliche Kindergärten innehatte, monatelang nichts tat, ist bis heute nicht geklärt.

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Gekreuzigte „Star Wars“-Figur in Kirche erregt Ärger

War hier die dunkle Seite der Macht am Werk? In einer Londoner Kirche wird derzeit eine Figur aus „Star Wars“ am Kreuz gezeigt. Während die Gläubigen protestierten, rechtfertigen sich die Veranstalter.

katholisch.de

Die Statue eines gekreuzigten „Star Wars“-Sturmtrupplers in einer Londoner Kirche hat den Unmut der Gläubigen erregt. Laut Medienberichten vom Dienstag ist das Kunstobjekt Teil der Ausstellung „Stations of the Cross“ („Kreuzweg“), die derzeit in der anglikanischen Kirche St. Stephen Walbrook in der Londoner Innenstadt zu sehen ist. Ursprünglich war die lebensgroße Statue demnach gut sichtbar im Eingangsbereich der Kirche platziert worden. Nach Protesten von Kirchgängern habe sie einen weniger prominenten Platz im hinteren Bereich des Gotteshauses erhalten, hieß es weiter. Die Sturmtruppen (englisch: Stormtroopers) kämpfen in der „Star Wars„-Saga auf der Seite des bösen Imperiums.

 

USA: Lehrer schießt versehentlich auf drei Schüler

In Kalifornien hat ein Lehrer in einer Unterrichtsklasse für öffentliche Sicherheit versehentlich einen Schuss abgegeben und damit drei seiner Schüler verletzt.

Frankfurter Rundschau

Die Kugel aus seiner Waffe sei in die Decke des Klassenzimmers eingedrungen, berichteten US-Medien am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf die Polizei. Drei Schüler seien durch herabfallenden Schutt und Kugelsplitter leicht verletzt worden.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstag in einer High School in dem Ort Seaside bei Monterey. Der Lehrer, der auch Reservepolizist ist, sei beurlaubt worden, sagte Polizei-Chef Brian Ferrante der „New York Times“. Der Vorfall werde untersucht. Die US-Regierung von Donald Trump hatte zuletzt nach dem Schulmassaker von Florida angekündigt, sie wolle Bundesstaaten bei Bestrebungen unterstützen, Lehrer und anderes Schulpersonal auf freiwilliger Basis zu bewaffnen.

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Griechenland: Flüchtlinge verwüsten Lager auf Lesbos

REUTERS
Im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist es nach Angaben der Polizei erneut zu Krawallen gekommen. Eine Gruppe von jüngeren Migranten habe mehrere Büros des Aufnahmezentrums von Moria verwüstet und Feuer gelegt.

Die Presse.com

Einige protestierten damit gegen die Ablehnung ihrer Asylanträge und ihre bevorstehende Rückführung in die Türkei, wie das Staatsradio (ERT) am Donnerstag.

Andere beanstandeten die lange Dauer der Verarbeitung ihrer Asylanträge. Die Bereitschaftspolizei griff ein. Unter Einsatz von Blendgranaten und Schlagstöcken sei es der Polizei gelungen, in den frühen Morgenstunden am Donnerstag die Unruhen zu beenden. Die Feuerwehr konnte alle Brände löschen, hieß es.

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Flugsaurier verschwanden auf einen Schlag

Pterosaurier beherrschten die Lüfte bis zum Ende der Kreidezeit. © Estt/ istock
Abruptes Ende: Hunderte neu entdeckte Fossilien stellen eine gängige Theorie zum Aussterben der Flugsaurier auf den Kopf. Denn sie zeigen: Noch kurz vor dem Ende der Kreidezeit war die Artenvielfalt der urzeitlichen Herrscher der Lüfte deutlich größer als bisher angenommen. Demnach verschwanden die Saurier doch nicht langsam von der Bildfläche, sondern auf einen Schlag – und zwar offenbar inmitten ihrer Blütezeit, wie Forscher berichten.

scinexx

Sie waren die urzeitlichen Herrscher der Lüfte – und die ersten Wirbeltiere, die fliegen konnten: Flugsaurier dominierten mehr als 150 Millionen Jahre lang den Luftraum unseres Planeten. Mit Flügelspannweiten von bis zu zwölf Metern, leichten Knochen und tragflächenartigen Flughäuten waren diese sogenannten Pterosaurier perfekt an das Fliegen angepasst. Wegen ihrer teils enormen Größe hatten sie zwar möglicherweise Startprobleme. Dafür konnten sie aber umso besser langsam durch die Lüfte gleiten.

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Zahl der Abschiebungen direkt aus dem Gefängnis steigt

Für die Rückführung ausländischer Strafgefangener gelten strenge Voraussetzungen: So darf ihnen in ihren Heimatländern zum Beispiel nicht die Todesstrafe drohen Quelle: pa/Sebastian Wil/dpa-ZB/Sebastian Willnow
Der Innenminister will ausreisepflichtige Straftäter konsequenter abschieben. Einer WELT-Umfrage in den Ländern zufolge steigt die Zahl der Abschiebungen aus dem Gefängnis bereits. Doch die Behörden stoßen an ihre Grenzen.

Von Timo Stukenberg | DIE WELT

Deutschland schiebt immer mehr ausländische Gefängnisinsassen ab. Das geht aus den Antworten der Landesjustizministerien auf eine Umfrage von WELT hervor. Insgesamt wurden demnach im vergangenen Jahr mindestens 1147 ausländische Strafgefangene in ihre Heimatländer abgeschoben. Das sind rund 400 mehr als im Vorjahr.

Die höchste Steigerung mit Blick auf Abschiebungen aus dem Gefängnis meldete das baden-württembergische Justizministerium. Hier stieg die Zahl der Abschiebungen aus der Haft auf 488 im vergangenen Jahr. In Hessen stieg die Zahl auf 189, in Rheinland-Pfalz auf 122. Vier der 16 Justizministerien machten keine Angaben zur Zahl der Abschiebungen aus dem Gefängnis, darunter das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Zahl aller aus Deutschland abgeschobenen Strafgefangenen dürfte dementsprechend höher liegen.

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Oklahoma will Häftlinge mit Stickstoff hinrichten

Eine Hinrichtungszelle in Texas: Alle Staaten der Vereinigten Staaten haben Probleme bei der Beschaffung der Mittel für Injektionen. Bild: dpa
Pharma-Unternehmen liefern keine Mittel für Giftspritzen mehr nach Oklahoma. Der Staat reagiert – und möchte Todeskandidaten in Zukunft mit Stickstoffgas hinrichten. Eine Methode, die bisher nur bei Tieren angewendet wurde.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Oklahoma will als erster Staat der Vereinigten Staaten Todeskandidaten künftig mit Stickstoffgas hinrichten. Die Methode sei „die sicherste, die beste und die effektivste“, sagte der Justizminister des Staates, Mike Hunter, laut einem Bericht der Nachrichtenwebseite „NewsOk“ am Mittwoch (Ortszeit). Oklahoma habe Schwierigkeiten bei der Beschaffung der Wirkstoffe für die Giftspritze.

Pharma-Unternehmen haben die Lieferung dieser Mittel für Hinrichtungen eingestellt. Oklahoma hat zuletzt im Jahr 2015 ein Todesurteil vollstreckt. Eine geplante Hinrichtung im September 2015 wurde wenige Stunden vor dem Termin abgesagt. Die Henker hatten nach Angaben der Gefängnisbehörde das falsche Mittel erhalten.

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So sickern Verschwörungstheorien in die reale Politik ein

Der Klassiker: Dass die Mondlandung Fake gewesen sei, gehört zu den unsinnigsten Verschwörungstheorien – und zu den beliebtesten Quelle: picture-alliance/ dpa
Verschwörungstheorien haben Hochkonjunktur. Scharfmacher nutzen sie als politische Waffe. Der Forscher Michael Butter hat nun untersucht, warum dagegen kaum ein vernünftiges Kraut gewachsen ist. Es ist vielleicht das Buch des Jahrzehnts.

Von Sascha Lehnartz | DIE WELT

Einen Monat vor der Präsidentschaftswahl, am 7. Oktober 2016, veröffentlichte die „Washington Post“ ein Video aus dem Jahr 2005, das bei der Produktion der Sendung „Access Hollywood“ aufgezeichnet wurde. Wenn man ein Star sei, könne man sich bei Frauen alles erlauben, sagt Donald Trump da. Ihnen in den Schritt fassen zum Beispiel. „Grab them by the pussy.“ Für einen kurzen Moment sieht es da so aus, als sei der Präsidentschaftskandidat Donald Trump erledigt. Ein Mann, der solche Sätze über Frauen sagt, könne unmöglich Präsident werden, sind zumindest Mainstream-Medien überzeugt.

Sechs Tage später hat Trump einen Wahlkampfauftritt in Florida. Dabei macht er ein Fass ohne Boden auf: Das „amerikanische Volk“ werde von einem korrupten Establishment ausgebeutet, das nur auf seine eigene Bereicherung aus sei. Eine „globale Machtstruktur“ knechte amerikanische Arbeiter und raube dem Land seine Ressourcen, behauptet der Milliardär. Es bleibe nicht viel Zeit.

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Warum die Türkei griechische Inseln erobern will

Bild: Magazin „The Economist“
In einem Punkt sind sich die regierende Justiz- und Entwicklungspartei (AKP) und ihre wichtigste Opposition, die Republikanische Volkspartei (CHP), völlig einig: Die Überzeugung, dass  griechische Inseln besetztes türkisches Territorium sind und zurückerobert werden müssen. Diese Entschlossenheit ist so stark, dass die Führer beider Parteien offen damit gedroht haben, eine Invasion in die Ägäis durchzuführen.

Von Uzay Bulut | mena-watch

Der einzige Konflikt zwischen den beiden Parteien in dieser Frage besteht im Wettbewerb, welche mächtiger und patriotischer ist, und welche von beiden tatsächlich den Mut hat, die Drohung gegen Griechenland auszuführen. Während die CHP die AKP von Präsident Recep Tayyip Erdoğan beschuldigt, Griechenland in die Lage versetzt zu haben, türkisches Land zu besetzen, greift die AKP die CHP, die Gründungspartei der Türkei, an, weil sie es Griechenland erlaubt hat, die Inseln zu übernehmen: durch den Vertrag von Lausanne von 1924, durch die türkisch-italienischen Abkommen von 1932 sowie den Pariser Vertrag von 1947, der die Inseln der Ägäis als griechisches Territorium anerkannte.

2016 sagte Erdoğan, dass die Türkei die Inseln „verschenkt“ habe, die „uns gehörten“ und „in Rufweite sind“. „Dort sind immer noch unsere Moscheen, unsere Heiligtümer“, sagte er und bezog sich dabei auf die osmanische Besetzung der Inseln. Zwei Monate zuvor, auf der „Konferenz über das neue Sicherheitskonzept der Türkei“, erklärte Erdoğan: „“Lausanne … war noch nie ein heiliger Text. Natürlich werden wir darüber diskutieren und uns bemühen, einen besseren zu bekommen.“ In der Folge veröffentlichten die regierungsfreundlichen Medien Karten und Fotos der Inseln in der Ägäis und nannten sie das Territorium, von dem „Erdoğan sagte, dass wir sie in Lausanne verschenkt haben“.

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Frauen lächeln anders

Das Lächeln einer Frau unterscheidet sich vor allem in der Mundpartie vom Männerlächeln. © Ridofranz/ iStock
Subtile Unterschiede: Wenn Männer und Frauen lächeln, tun sie dies nicht auf gleiche Weise. Stattdessen neigen Frauen dazu, ihre Lippen und Mundpartie stärker zu dehnen – ihr Lächeln ist dadurch auf subtile Weise ausdrucksstärker als das der Männer. Enthüllt haben dies Analysen der Lächeldynamik mithilfe einer künstlichen Intelligenz. Ihr gelang es nach kurzem Training sogar, das Geschlecht unbekannter Personen allein anhand ihres Lächelns zu bestimmen.

scinexx

Unsere Mimik ist ein Spiegel unserer Persönlichkeit und ein wichtiges Mittel der nonverbalen Kommunikation. Denn mit unserem Gesichtsausdruck vermitteln wir unsere Stimmung, aber auch unsere Haltung zu unserem gegenüber. So kann unser Lächeln Vertrauen signalisieren, aber auch Dominanz oder Zuneigung. Bestimmte Formen des Lächelns können sogar Stress auslösen.

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Afrin: Frankreich kritisiert Nato-Partner Türkei

Bild: Straße in Afrin, ANF
Der türkische Angriffskrieg führt das außenpolitische Leichtgewicht Frankreichs und der EU vor

Thomas Pany | TELEPOLIS

Noch am heutigen Mittwochabend, den 14. März 2018, so hofft der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, sollen „das türkische Militär und die Freie Syrische Armee den Distrikt Afrin vollständig eingenommen haben“. So berichtet es Hurriyet Daily News in einer kurzen Meldung. Der zweite und letzte Satz der Meldung konstatiert, dass die türkischen Streitkräfte die Stadt Afrin eingekesselt haben und die Mitglieder der kurdischen Volkschutzverteidigungseinheiten (YPG) vertreiben.

Tausende haben sich aus Afrin auf die Flucht gemacht, wie gestern auf Bildern mit langen Autoschlangen zu sehen war; allem Anschein nach waren das hauptsächlich Zivilisten. Die YPG-Kämpfer dürfte nach den Eindrücken aus dem syrischen Krieges das Kampffeld nicht so eilig verlassen. Möglich, dass die türkische Armee mit Hilfe der islamistischen Milizen den Belagerungsring im Distrikt Afrin sehr rasch zuziehen können. Die Stadt Afrin werden Erdogans Truppen nicht in ein paar Tagen einnehmen.

Bei den Angriffen der türkischen Armee auf Städte im Südosten der Türkei in den Jahren 2015 und 2016 dauerten die Straßenkämpfe zwischen 78 und 101 Tage, wie der Blog von Aaron Stein vom Think Tank Atlantic Council ermittelt hat. In Silope und Cizre dauerten die Straßenkämpfe 78 Tage.

Das Atlantic Council ist, gerade was das Kriegsgeschehen in Syrien anbelangt, eine parteiische Informationsquelle, die sich stets bemüht, einer Intervention gegen die Assad-Regierung und Russlands militärischer Dominanz das Wort zu reden, aber in diesem Fall scheinen die Einschätzungen realitätsnah und nicht so sehr von der eigenen Interessenslage geprägt.

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Brüssel will mit Visa Druck für Rückführungen von Migranten erhöhen

Visum © Ken Mayer auf flickr, CC2.0, bearb. MiGAZIN
Mit strengeren Auflagen für Visa will die Europäische Union Herkunftsländer von Flüchtlingen dazu bewegen, ihre Wiederaufnahmebereitschaft zu erhöhen. Die Pläne stoßen bei den Grünen auf Kritik

MiGAZIN

Die EU-Kommission will die Vergabe von Visa nutzen, um Herkunftsländer von irregulären Migranten zu deren Wiederaufnahme zu bewegen. Geplant sei ein neuer Mechanismus, der für die Bearbeitung von Visa-Anträgen strengere Auflagen vorsieht, erklärte die Kommission am Mittwoch in Brüssel. Der Mechanismus soll greifen, wenn „ein Partnerland bei der Rückübernahme irregulärer Migranten nicht ausreichend kooperiert“.

Dem Plan zufolge würde die Kommission regelmäßig bewerten, wie Drittländer bei der Rückkehr und Rückführung von Migranten mit der EU zusammenarbeiten. Auch einzelne EU-Länder, die schlechte Erfahrungen mit der Rückführung machen, könnten sich hilfesuchend an Brüssel wenden. Die Kommission könnte dann gemeinsam mit den Mitgliedstaaten eine „restriktivere Umsetzung“ von Bestimmungen des Visakodex beschließen.

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Die Morde am OEZ waren rechtsextremistisch motiviert

„Warum nur!“: Beim Anschlag am OEZ starben neun Menschen, ehe sich der Täter sich selbst erschoss. (Foto: Alessandra Schellnegger)
  • Beim Attentat am Olympia-Einkaufszentrum in München tötete ein 18-Jähriger im Juni 2016 neun Menschen.
  • Jetzt hat das Bundesamt für Justiz deren Familien informiert, dass sie Anspruch auf „Härteleistungen“ für die Opfer extremistischer Übergriffe haben.
  • Das bayerische Innenministerium zögert noch mit dieser Bewertung – sehr zum Ärger von Stadträten aller Parteien.

Von Martin Bernstein | Süddeutsche Zeitung

Erstmals hat eine Behörde die Bluttat vom Olympia-Einkaufszentrum offiziell als rechtsextremistisch motiviert eingestuft. Das Bundesamt für Justiz (BfJ) hat die Familien der Betroffenen vergangene Woche darüber informiert, dass sie Anspruch auf „Härteleistungen“ für die Opfer extremistischer Übergriffe haben: „Die Härteleistung ist dabei eine freiwillige Leistung des Staates, die als Akt der Solidarität mit den Opfern und Hinterbliebenen gedacht ist, als ein Symbol der Anteilnahme und der Unterstützung“, so das BfJ. Das Amt regelt seit zehn Jahren die unbürokratische Vergabe der vom Bundestag bereit gestellten  Haushaltsmittel.

„Eine tolle Nachricht für die Angehörigen der Opfer“, kommentiert Rechtsanwalt Onur Özata die Nachricht aus Bonn. „Unser Einsatz hat sich offenbar gelohnt.“ Denn über die individuelle Hilfe hinaus, die laut Anwalt Jochen Uher in vielen Fällen weiterhin dringend nötig ist, ist die Entscheidung der Bundesbehörde ein Meilenstein im Kampf der Hinterbliebenen für eine Neubewertung der von den bayerischen Behörden als „Amoklauf“ bezeichneten Tat des 18-jährigen David S.

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Warum der Papst seine Heimat nicht besucht

Der Papst hat schon viele Reisen gemacht, aber argentinischen Boden hat er noch nicht betreten. (Bild Reuters/Rodrigo Garrido)
Fünf Jahre ist Papst Franziskus nun im Amt. Doch trotz vielfacher Reisetätigkeit hat er Argentinien bisher noch nicht besucht. Das hat vor allem politische Gründe.

Werner J. Marti | Neue Zürcher Zeitung

Diese Woche hat Papst Franziskus sein fünftes Amtsjahr vollendet. Doch seine Anhänger in Argentinien warten bis heute sehnsüchtig auf einen Besuch. Seit Franziskus im März 2013 als Erzbischof von Buenos Aires zum Konklave nach Rom abgereist ist, hat er sein Heimatland nämlich nie wieder betreten. Dies mutet umso erstaunlicher an, als er seither die meisten lateinamerikanischen Länder besucht hat. Von den spanisch- oder portugiesischsprachigen Staaten Südamerikas fehlen ihm nur noch Uruguay und das krisengeplagte Venezuela und eben Argentinien. Besonders enttäuscht waren die Argentinier im vergangenen Januar, als Franziskus auf seiner Reise nach Chile sogar sein Heimatland überflog, aber dabei nur aus luftiger Höhe eine Grussbotschaft an die argentinische Regierung sandte.

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Der Archaeopteryx konnte doch flattern

Berliner Archaeopteryx, Naturkundemuseum Berlin. Bild: bb
Nicht nur Körperschmuck: Der Archaeopteryx nutzte seine gefiederten Flügel wohl doch schon zum Fliegen. Das legen Röntgenanalysen fossiler Knochen des Urvogels nahe. Demnach war der Saurier zwar kein ausdauernder Flugkünstler. Kurze Distanzen konnte er allerdings sehr wohl in der Luft zurücklegen – und zwar in aktiv flatternder Manier, wie Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“ berichten. Damit scheinen sie nun eine lange umstrittene Frage geklärt zu haben.

scinexx

Der rund 150 Millionen Jahre alte Archaeopteryx ist eines der berühmtesten Fossilien der Welt – und eine Ikone der Evolutionstheorie. Denn als das erste Exemplar dieses gefiederten Sauriers im Jahr 1860 im Solnhofener Kalk entdeckt wurde, hatte Charles Darwin gerade erst seine Theorie über die Entstehung der Arten veröffentlicht.

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Morddrohung gegen Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime

Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
„Wir sind fix und fertig“: Der Zentralrat der Muslime zeigt sich besorgt, nachdem sein Vorsitzender Aiman Mazyek wiederholt bedroht wurde. Die normale Arbeit könne nicht fortgesetzt werden. Der Staatsschutz ermittelt.

DIE WELT

Der Zentralrat der Muslime muss seine Arbeit wegen wiederholter Morddrohungen unterbrechen. Nachdem nun dem ZMD-Vorsitzenden Aiman Mazyek erneut mit dem Tode gedroht wurde, ist die Kölner Geschäftsstelle geschlossen worden.

„Das ist nicht die erste ernste Drohung, wir sind fix und fertig und müssen uns nun einen unbekannten Ort suchen, an dem wir unsere Arbeit fortsetzen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende Nurhan Soykan.

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Polens Präsident vergleicht EU-Mitgliedschaft mit Besatzung

Bild: Die Presse.com
Duda zog in seiner Rede zum 100. Unabhängigkeitstag Parallelen zwischen der Union und der Besatzung Polens zwischen 1795 und 1918.

Die Presse.com

Der polnische Präsident Andrzej Duda hat die Mitgliedschaft seines Landes in der Europäischen Union kritisiert und Parallelen zur 123-jährigen Besatzung Polens durch Russland, Österreich und Preußen zwischen 1795 und 1918 gezogen.

Laut Medienberichten hatte Duda am Dienstag in einer Rede in Kamienna Gora in Niederschlesien erklärt, „irgendwo in der Ferne, in entfernten Hauptstädten wird über unsere Angelegenheiten entschieden (…), und in Wirklichkeit arbeiten wir für die Rechnung anderer“.

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Leyendecker kündigt an, dass Kirchentag hinschaut, wo „es wehtut“

Gut ein Jahr vor dem 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund stehen die Schwerpunktthemen des Treffens fest: Digitalisierung, Arbeit, soziale Teilhabe und Europa sollen bei dem Christentreffen vom 19. bis 23. Juni 2019 im Mittelpunkt stehen, wie die Veranstalter am Mittwoch in Dortmund mitteilten.

evangelisch.de

Kirchentagspräsident Hans Leyendecker erwartet nach eigenen Worten einen Kirchentag, der „nicht in Harmonie ertrinkt“ und der auch dort hinsieht, wo „es wehtut“, um Ängste und Verunsicherungen ernstzunehmen.

„Dortmund ist eigentlich der ideale Ort, um wesentliche Inhalte gegen die manchmal schon modische und oft auch hysterische Untergangsstimmung zu setzen“, sagte der Journalist. Und deshalb werde es auch den Kirchentag der guten Nachrichten geben.

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Trump Says US May Need a ‚Space Force‘

Left: Donald Trump. Right: Ground-Based Missile Interceptor. Images: Gage Skidmore/CC-By-SA 2.0 and US Army
The U.S. military may add another branch, this one devoted to defending the ultimate high ground, President Donald Trump said today (March 13).

By Mike Wall | space.com

„My new national strategy for space recognizes that space is a war-fighting domain, just like the land, air and sea,“ the president said during a speech to service members today in San Diego. „We may even have a Space Force.“

Trump said he was musing „the other day“ about the possibility of adding a Space Force to the military, which currently consists of five branches: the Army, Navy, Air Force, Marines and Coast Guard. [The Most Dangerous Space Weapons Concepts]

„I said, ‚Maybe we need a new force. We’ll call it the Space Force,'“ he said. „And I was not really serious. And then I said, ‚What a great idea. Maybe we’ll have to do that. That could happen. That could be the big breaking story.'“

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