Oklahoma will Häftlinge mit Stickstoff hinrichten


Eine Hinrichtungszelle in Texas: Alle Staaten der Vereinigten Staaten haben Probleme bei der Beschaffung der Mittel für Injektionen. Bild: dpa
Pharma-Unternehmen liefern keine Mittel für Giftspritzen mehr nach Oklahoma. Der Staat reagiert – und möchte Todeskandidaten in Zukunft mit Stickstoffgas hinrichten. Eine Methode, die bisher nur bei Tieren angewendet wurde.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Oklahoma will als erster Staat der Vereinigten Staaten Todeskandidaten künftig mit Stickstoffgas hinrichten. Die Methode sei „die sicherste, die beste und die effektivste“, sagte der Justizminister des Staates, Mike Hunter, laut einem Bericht der Nachrichtenwebseite „NewsOk“ am Mittwoch (Ortszeit). Oklahoma habe Schwierigkeiten bei der Beschaffung der Wirkstoffe für die Giftspritze.

Pharma-Unternehmen haben die Lieferung dieser Mittel für Hinrichtungen eingestellt. Oklahoma hat zuletzt im Jahr 2015 ein Todesurteil vollstreckt. Eine geplante Hinrichtung im September 2015 wurde wenige Stunden vor dem Termin abgesagt. Die Henker hatten nach Angaben der Gefängnisbehörde das falsche Mittel erhalten.

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