Warum der Papst seine Heimat nicht besucht


Der Papst hat schon viele Reisen gemacht, aber argentinischen Boden hat er noch nicht betreten. (Bild Reuters/Rodrigo Garrido)
Fünf Jahre ist Papst Franziskus nun im Amt. Doch trotz vielfacher Reisetätigkeit hat er Argentinien bisher noch nicht besucht. Das hat vor allem politische Gründe.

Werner J. Marti | Neue Zürcher Zeitung

Diese Woche hat Papst Franziskus sein fünftes Amtsjahr vollendet. Doch seine Anhänger in Argentinien warten bis heute sehnsüchtig auf einen Besuch. Seit Franziskus im März 2013 als Erzbischof von Buenos Aires zum Konklave nach Rom abgereist ist, hat er sein Heimatland nämlich nie wieder betreten. Dies mutet umso erstaunlicher an, als er seither die meisten lateinamerikanischen Länder besucht hat. Von den spanisch- oder portugiesischsprachigen Staaten Südamerikas fehlen ihm nur noch Uruguay und das krisengeplagte Venezuela und eben Argentinien. Besonders enttäuscht waren die Argentinier im vergangenen Januar, als Franziskus auf seiner Reise nach Chile sogar sein Heimatland überflog, aber dabei nur aus luftiger Höhe eine Grussbotschaft an die argentinische Regierung sandte.

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