Forscher prangern ethnische Segregation durch Privatschulen an


Privatschulen sind einer Studie zufolge nicht zwangsläufig besser als öffentliche Schulen. Die Kompetenzen von Schülern beider Schultypen unterscheiden sich kaum. Quelle: WELT/Louisa Lagé
Privatschulen werden bei den Deutschen beliebter. Eine Studie kommt aber zu dem Schluss: Es sei falsch, eine generelle Überlegenheit dieses Schultyps zu vermuten. Mit Blick auf die Migration warnen die Forscher vor „Segregationstendenzen“.

Von Tobias Heimbach | DIE WELT

Spricht man über Privatschulen, wird die Diskussion schnell grundsätzlich: Unterstützer sehen darin eine wertvolle Alternative zu den öffentlichen Schulen. Gegner verdächtigen sie, unsolidarische Elitenerziehung zu fördern.

Zur Wahrheit gehört auch, dass ohne die Privatschulen das öffentliche Schulsystem noch stärker in Bedrängnis geriete als ohnehin. So entstehen solche Einrichtungen auch in Dörfern, wo es keine anderen Schulen mehr gibt. In Berlin sind viele staatliche Schulen überfüllt – private Neugründungen lindern das Problem. Zu den Privatschulen in Deutschland zählen kirchliche Einrichtungen sowie die alternativen Waldorfschulen. Gerade Letztere sind unverdächtig, Kaderschmieden einer gesellschaftlichen Elite sein zu wollen.

weiterlesen