Frühe Menschen waren innovativer als gedacht


Menschen in Ostafrika stellten schon vor 300.000 Jahren kleinere und aufwändiger bearbeitete Werkzeuge (rechts) her als die für die frühe Steinzeit typischen Faustkeile (links). © Human Origins Program/ Smithsonian
Unerwartet innovativ: Frühe Menschen legten bereits vor 300.000 Jahren erstaunlich komplexe Verhaltensweisen an den Tag. Sie unternahmen Reisen, betrieben Handel und gestalteten ungewöhnlich feine Steinwerkzeuge, wie Funde aus Ostafrika belegen. Womöglich nutzten sie sogar schon Farben als Form der symbolischen Kommunikation. Angetrieben worden sein könnte diese Entwicklung durch Umwälzungen in der Umwelt, die unsere Vorfahren zu mehr Erfindungsreichtum zwangen, berichten Forscher im Fachmagazin „Science“.

scinexx

Lange schien klar, dass die ersten anatomisch modernen Menschen vor rund 200.000 Jahren entstanden und vor 60.000 Jahren aus Ostafrika in die Welt hinauszogen. Doch in den letzten Jahren haben neue Fossilfunde diesen „Zeitplan“ komplett durcheinander gewirbelt. Unter anderem offenbarten 300.000 Jahre alte Homo sapiens-Fossilien, dass sich unsere Spezies früher entwickelte als bisher angenommen und sich außerdem deutlich schneller innerhalb Afrikas verbreitete.

weiterlesen

1 Comment

  1. Ich glaube, dass uns unsere Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ahnen in Vielem voraus waren. Sie kannten, so denke ich, vor allem keine Überfülle an ungesundem Stress. Es heisst, man habe seinerzeit ca. 15 Stunden in der Woche gearbeitet – ein Traum. 😉 Auch wenn natürlich die Lebensbedingungen weitaus härter waren, und die Lebenserwartung dreißig Jahre im Schnitt nicht überschritt…

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.