Lais: Kritik an esoterischen Lerngruppen in Salzburg


Ein wie immer geartetes pädagogisches Konzept findet sich bei Lais-Projekten nicht. ©WZ/Mori
Lais-Bewegung propagiert Wissensosmose und hat enge Beziehungen zu Reichsbürgern

Stefanie Ruep | derStandard.at

Die Lais-Bewegung propagiert, Kindern nach Vorbild der russischen Schetinin-Schule „natürliches Lernen“ zu vermitteln. Die Anhänger sprechen in Videos von Wissensosmose und behaupten etwa, den gesamten Biologiestoff in drei Tagen zu lernen. In Salzburg hat sich in den letzten Jahren eine rege Lais-Szene entwickelt. In mehreren Gemeinden gibt es aktive Gruppen. Österreichweit soll es inzwischen 25 Lais-Schulen geben.

„Es muss dringend kontrolliert werden, ob Kinder für derartige Lerngruppen aus der Schule genommen wurden“, fordert der grüne Salzburger Landtagsabgeordnete Simon Heilig-Hofbauer. „Das gehört umgehend abgestellt.“ Heilig-Hofbauer stellt den Heimunterricht infrage: „Meistens sind das irgendwelche Obskuranten mit zweifelhaften Weltansichten.“ Wichtig sei die Bewusstseinsbildung. „Viele Leute sehen gar nicht, was sich dahinter verbirgt. Inhaltlich und personell gibt es zahlreiche Überschneidungen mit der rechtsextremen und verschwörungstheoretischen Reichsbürgerbewegung.“ Immer mehr Leute würden über diese Kurse in die Szene abdriften und sich Schritt für Schritt von der Gesellschaft verabschieden.

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