§219a: Die pränatalen Fruchtwasser-Träume des Jens Spahn


Seit wenigen Tagen Gesundheitsminister: Jens Spahn (CDU). (Foto: dpa)
  • Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich in die Diskussion um das Werbeverbot für Abtreibungen einschaltet.
  • Er warnt davor, den bestehenden Kompromiss in der Sache zu gefährden.
  • CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer ist zu Änderungen bereit, solange das Verbot an sich nicht angetastet wird.

Süddeutsche Zeitung

Die Debatte um das Werbeverbot für Abtreibungen geht weiter. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Gegner des Verbots angegriffen und sich gegen eine Änderung der bestehenden Regelung ausgesprochen. Spahn sagte der Bild am Sonntag: „Mich wundern die Maßstäbe: Wenn es um das Leben von Tieren geht, da sind einige, die jetzt für Abtreibungen werben wollen, kompromisslos.“ In der Debatte um das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche werde hingegen „manchmal gar nicht mehr berücksichtigt, dass es um ungeborenes menschliches Leben geht“.

Beim Thema Abtreibungen sei vor vielen Jahren „ein mühsamer gesellschaftlicher Kompromiss“ gefunden worden, sagte Spahn. „Ich warne davor, diesen jetzt leichtfertig zu gefährden.“ Schwangerschaftsabbrüche seien „keine ärztliche Leistung wie jede andere – und selbst für die gelten bei der Werbung strenge Regeln“.

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