Riesiger Datenmissbrauch blamiert Facebook


Ohne das Wissen von Millionen von Facebook-Nutzern wurden ihre Profile für politische Werbung in den USA entwendet, wie jetzt bekannt wurde. (Bild:AP Photo/Jeff Chiu)
Die Firma Cambridge Analytica soll sich Daten von Millionen von amerikanischen Facebook-Nutzern rechtswidrig angeeignet haben, um diese politisch zu beeinflussen. Zu ihren Kunden zählte auch Donald Trumps Wahlkampfstab.

Marie-Astrid Langer | Neue Zürcher Zeitung

Das weltweit grösste soziale Netzwerk Facebook kommt aus dem Strudel schlechter Nachrichten nicht heraus. Wie die «New York Times» und der britische «Observer» am Wochenende enthüllt haben, wurden bereits 2014 Millionen von Nutzerdaten entwendet und bis heute nicht gelöscht. Konkret hat sich die amerikanische Datenanalysefirma Cambridge Analytica Anfang 2014 rechtswidrig Profile von mehreren Millionen amerikanischer Facebook-Nutzern angeeignet. Basierend auf diesen Daten hat die Firma eine Software entwickelt, die darauf abzielte, Wähler mit personalisierter politischer Werbung zu beeinflussen. Zu den Kunden von Cambridge Analytica gehörten in den vergangenen Jahren verschiedene republikanische Politiker, unter anderem Donald Trump. Auch dem Brexit-Lager um die Ukip-Partei soll die Firma bei der Abstimmung 2016 gedient haben.

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