Alexander Gaulands Nazi-Schatten


Beschäftigt AfD-Fraktionschef Alexander Gauland einen Rechtsextremisten?Foto: Axel Schmidt/Reuters
AfD-Fraktionschef Alexander Gauland hat einen Ex-Kader der verbotenen Neonazi-Truppe HDJ beschäftigt. Nicht erst im Bundestag, sondern schon seit 2015 im Landtag Brandenburg. Eine Spurensuche im Versteckspiel.

Von Alexander Fröhlich | DER TAGESSPIEGEL

Alexander Gauland, Co-Chef der AfD-Bundestagsfraktion, soll nach Tagesspiegel-Recherchen einen früheren Kader der rechtsextremistischen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) als Mitarbeiter beschäftigt haben. Der 33-jährige Felix W. war bereits vor Gaulands Wechsel in den Bundestag, spätestens seit Januar 2015, in der Brandenburger AfD-Landtagsfraktion als Referent beschäftigt. Und er soll Gauland dann im Herbst 2017 in den Bundestag gefolgt sein.

Dafür gibt es mehrere klare Hinweise, etwa die Aussagen mehrerer AfD-Politiker, aber auch das interne Telefonverzeichnis des Bundestags. Gaulands Büro jedoch und auch der Fraktionssprecher bestreiten das. Die Tagesspiegel-Recherchen entwickelten sich denn auch zu einer zwei Wochen währenden Beweisführung. Aber dazu später.

weiterlesen