AfD stellt die Islam-Frage – und kann mit den Antworten nicht umgehen


Vor der Bundestagswahl warb die AfD mit der Aussage „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ © Armin Weigel/ Picture Alliance
„Gehört der Islam zu Deutschland?“, das wollte der Berliner Landesverband der AfD auf Twitter wissen. Doch die Antworten fielen anscheinend anders aus als gewünscht. Und plötzlich ist die Umfrage verschwunden.

Eugen Epp | stern.de

Der CSU-Chef und neue Innenminister Horst Seehofer hat die Diskussion in der vergangenen Woche wieder neu eröffnet: Gehört der Islam zu Deutschland? „Nein, der Islam gehört nicht zu Deutschland“, hatte Seehofer am Freitag in der „Bild“-Zeitung gesagt. Eine Ansicht, die die AfD teilt – und auf die die rechtspopulistische Partei gewissermaßen sogar ein Copyright erhebt. Sachsen-Anhalts AfD-Chef André Poggenburg warf Seehofer jedenfalls kurz nach dessen Äußerungen vor, er habe die Aussage „wortwörtlich unserem Grundsatzprogramm entnommen“.

Auch im AfD-Fanshop findet sich ein Faltblatt mit dem Titel „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ – das Traktat ist für den Einsatz im Wahlkampf gedacht. Auch auf Wahlplakaten wirbt die Partei mit dieser Aussage. Nun wollte der AfD-Landesverband auf Twitter von seinen Followern wissen, wie diese über die Frage denken, die Deutschland aktuell diskutiert. Zu diesem Zweck erstellte der Landesverband am Montag eine Umfrage auf seinem Account.

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