Sühnezeichen statt Wiederaufbau der Garnisonkirche?


NS-Propagandakarte, Kunstverlag Wentz & Co. 1933
Die Geschichte der Potsdamer Garnisonkirche sorgt immer wieder für Debatten. Nun steht der Jahrestag eines historischen Ereignisses bevor, das häufig im Zentrum der Kritik am Wiederaufbau steht: Am 21. März 1933 nutzte Hitler die Kirche als Bühne.

Yvonne Jennerjahn | evangelisch.de

Zum 85. Jahrestag des „Tages von Potsdam“ hat die Garnisonkirchenstiftung ihre Auseinandersetzung mit der Geschichte hervorgehoben. Inzwischen sei ein Historiker damit beauftragt, die Internetpräsenz der Stiftung zum Zeitraum 1918 bis 1945 zu ergänzen und mit Anschauungsmaterial zu versehen. Damit werde auf der Webseite der aktuelle Forschungsstand einsehbar, sagte eine Sprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag in Potsdam: „Die wissenschaftliche Begleitung der Arbeit rückt nach dem Baubeginn jetzt stärker in den konzeptionellen Mittelpunkt der Stiftung.“ Der Historiker Manfred Gailus rief die Baustiftung zur kritischeren Auseinandersetzung mit der Geschichte auf. Der NS-Festakt in der Garnisonkirche mit einer Rede Hitlers am 21. März 1933 sorgt bis heute für heftige Debatten über den Wiederaufbau des Potsdamer Gotteshauses.

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